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Phytotherapie und Haut

Was bringt diese Seite?

Aetherische Oele als Naturkosmetika zur Schoenheitspflege:

Unterschiede Phytotherapie und Homeopathie  
Kriterien Phytotherapie Homöopathie
Therapiekonzept Symptome und Ursachen der Krankheit werden behandelt. Dosis-Wirkungsbeziehung existiert Die Selbstheilung des wird angeregt. Die Medikamente werden stark verdünnt.
Allgemeine Erfahrung Neue wissenschaftliche Erkenntnisse Spezielle homöopathische Erfahrung.
Qualität Hochentwickelte Technologie zielt auf Erhalt und Verbesserung einer reproduzierbaren Qualität (z.B. Standardisierung, Mikrobiologie, Stabilität) Einfache, exakt vorgeschriebene Herstellverfahren. Rudimentäre Qualitätskontrolle.
Ausgangsmaterial für dieWirkstoffe Rein pflanzlich Aller Art
Sicherheit Nutzen-/Risiko-Verhältnis wird evaluiert. Hohe Verdünnung garantiert Unschädlichkeit toxischer Ausgangsstoffe.-
Wirksamkeit Allgemeine therapeutische Erfahrung.Neue wissenschaftliche Erkenntnisse (klinische Studien). Spezielle homöopatische Erfahrung. (Fallberichte).

Grundlagen:

Ätherische Öle sind komplexe Stoffgemische aus hunderten von verschiedenen Einzelsubstanzen. Qualität sowie Ausbeute (aus einer bestimmten Menge Pflanzenmaterial gewinnbares ätherisches Öl) und somit auch der Preis sind abhängig von verschiedenen Faktoren wie Klima, Standort, Wetter usw. und können je nach Jahrgang oder Herkunft eines Öls variieren. Leider werden viele im Handel erhältliche Duftessenzen mit billigen synthetischen Stoffen gestreckt oder aus Bestandteilen billigerer Essenzen zusammengesetzt. Für echte Naturprodukte müssen daher erntebedingte Schwankungen bezüglich Ausbeute und Zusammensetzung und damit Geruch, Qualität und Preis in Kauf genommen werden. Woran lassen sich qualitativ einwandfreie, für die Aromatherapie geeignete ätherische Öle erkennen? Die in Apotheken erhältlichen arzneibuchkonformen ätherischen Öle sind in der Regel standardisiert, das heisst, sie entsprechen bezüglich bestimmten Parametern wie Zusammensetzung, Dichte, Brechungsindex oder optischer Drehung bestimmten Spezifikationen. Damit ist zwar ein gewisser Qualitätsstandard gewährleistet, doch reichen Prüfungen nach Arzneibüchern in der Regel nicht aus, um raffinierte Manipulationen, wie sie bei teuren Ölen oft vorgenommen werden, zu erkennen oder festzustellen, ob das Öl wirklich nur von der gewünschten Pflanze stammt. Arzneibuchkonforme Öle aus der Apotheke müssen folglich nicht in jedem Fall 100% rein und natürlich sein. Im Gegenteil: Oft werden ätherische Öle durch Zugabe fremder Bestandteile arzneibuchkonform gemacht. Auf der anderen Seite entsprechen reine und natürliche ätherische Öle nicht immer den Anforderungen der Arzneibücher, da es sich um Naturprodukte handelt, deren Zusammensetzung von Jahr zu Jahr bzw. je nach Herkunft variieren kann. Bleibt also die Frage, welche Kriterien bei der Wahl eines Produktes berücksichtigt werden sollten. Es gibt gewisse Anhaltspunkte, wonach sich qualitativ erstklassige, 100% reine und natürliche ätherische Öle erkennen lassen: 10er Regel:

1. Die Bezeichung «100% rein und natürlich» sollte auf dem Produkt vermerkt sein. Begriffe wie «naturnah» oder «naturidentisch» haben nichts mit natürlich zu tun, sondern kennzeichnen der Natur nachkonstruierte, synthetische Öle.

2. Die ätherischen Öle müssen eindeutig und korrekt, d. h. mit der genauen botanischen Bezeichnung (lateinischer Artname) der verwendeten Pflanze gekennzeichnet werden. In vielen Fällen reicht die Angabe des deutschen Pflanzennamens nicht für eine zureichende Identifizierung des Öls aus. 

Eukalyptus Die in der Aromatherapie gebräuchlichsten Essenzen stammen von Eucalyptus globulus, Eucalyptus radiata und Eucalyptus citriodora, wobei nur die ersten beiden zu den cineolhaltigen Ölen mit dem charakteristischen Eukalyptusduft gehören, welche aufgrund ihrer schleimlösenden Eigenschaften bei Erkältungskrankheiten beste Hilfe leisten, wobei E. globulus nur mit gewissen Einschränkungen angewendet werden sollte (nicht bei Kleinkindern und Kindern mit spastischen Atemwegserkrankungen). Das Öl von E. citriodora hingegen riecht gänzlich verschieden (nach Zitrone) und eignet sich eher für eine entspannende Aromamassage oder als Raumduft (Duftlampe) zur Beruhigung.
Kamille Unter dem Begriff der Kamille kann es sichum die blaue Kamille (Matricaria chamomilla, auch echte oder deutsche Kamille genannt) handeln oder aber um die römische Kamille (Anthemis nobüis). Beide Öle sind bezüglich Geruch, Farbe (nur die deutsche Kamille ist dunkelbau gefärbt!) und Wirkung sehr verschieden. Die blaue Kamille hilft v.a. bei entzündlichen Beschwerden, während die römische Kamille besonders krampflösend und ausgleichend wirkt.
Rosmarin Bei verschiedenen ätherischen Ölenbilden chemische Rassen oder Chemotypen, Varietäten einer bestimmten botanischen Art mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung ihres ätherischen Öls verschiedene Aromastoffe. So lassen sich bei (Rosmarinus offiicinalis) drei Chemotypen unterscheiden, welche jeweils relativ viel Campher (Rosmarin Typ Campher), Verbenon (Rosmarin Typ Verbenon) bzw. 1,8-Cineol (Rosmarin Typ Cineol) enthalten und sich bezüglich Geruch und therapeutischer Wirkung entsprechend unterscheiden. Das spanische Rosmarinöl (Rosmarin Typ Campher) eignet sich insbesondere bei Muskelschmerzen und Verkrampfungen, sollte allerdings aufgrund seines Ketongehaltes (bis 30% Campher) nur mit Vorsicht und unter gewissen Einschränkungen (nicht bei Kindern, Epileptikern und während der Schwangerschaft) angewendet werden. Dies gilt auch für das aus Korsika stammende Rosmarinöl (Rosmarin Typ Verbenon), welches besonders hautfreundlich und zellregenerierend wirkt und daher in erster Linie in der Hautpflege eingesetzt wird. Marokkanisches Rosmarinöl (Rosmarin Typ Cineol) ist bezüglich Ketongehalt viel weniger problematisch. Es riecht frischer und ist anregender als die anderen beiden Chemotypen und wird dank seiner schleimlösenden, auswurffördernden und antiseptischen Wirkung insbesondere bei Erkältungskrankheiten erfolgreich angewendet. 
Lavendel Das aromatherapeutisch wertvollste und mildeste Öl wird aus Lavandula angustifolia (= L. officinalis oder L. vera) gewonnen, welcher in Höhen von 800 - 1200 Metern ü.M. wächst. Die m tieferen Höhenlagen weitläufig angebauten Lavandel Zuchtsorten, Kreuzungen zwischen L. angustifolia und L. latifolia (Speiklavendel), sind bezüglich Ausbeute wesentlich ergiebiger, das daraus gewonnene Öl entsprechend viel billiger, jedoch geruchlich weniger fein
Ysop Hyssopus officinalis: Zwei Chemotypen, wobei der eine (Ysop Typ Pinocamphon) aufgrund seines hohen Ketongehalts nur in die Hände erfahrener Aromatherapeuten gehört, während der andere (Ysop Typ Cineol = Hyssopus offiicinalis var. decumbens) ein ausgezeichnetes «Erkältungsöl» ist, das besonders stark antiviral und schleimlösend wirkt.
Thymian Thymus vulgaris: Sieben verschiedene Chemotypen, welche sich vor allem aufgrund ihres Phenolgehalts unterscheiden. So gibt es die «starken» Chemotypen mit hohem Phenolgehalt (z.B. Thymian Typ Thymol), wogegen diejenigen mit erhöhtem Alkoholgehalt (z.B. Thymian Typ Linalol) als «milde» Thymianöle gelten. «Starke» Thymianöle (auch roter Thymian genannt) gehören zu den am stärksten antibakteriell wirkenden ätherischen Ölen. Sie sind jedoch auch stark haut- und schleimhautreizend und können bei falscher Anwendung zu Leberschäden führen. Sie sollten deshalb, wenn überhaupt, nur sehr stark verdünnt oder unter therapeutischer Aufsicht angewendet werden. Menschen mit hohem Blutdruck, Schwangere sowie Kinder sollten darauf verzichten. Die «milden» Chemotypen (z.B. Thymian Typ Linalol) wirken zwar ebenfalls sehr antiseptisch (gegen Bakterien und Pilze) sind aber dabei viel hautfreundlicher und helfen in der Hautpflege bei der Bekämpfung von Hautunreinheiten. Sie eignen sich auch sehr gut zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten und Infektionen der Nebenhöhlen.

3. Ebenfalls entscheidend für Qualität und Charakteristik eines ätherischen Öls ist das Herstellungsverfahren und sollte auf dem Produkt vermerkt sein. Für die Gewinnung pflanzlicher Duftstoffe kommen v.a. folgende drei Verfahren zum Einsatz:

Wasserdampfdestillation Dabei werden der Pflanze die ätherischen Öle mittels Wasserdampf entzogen: Das Pflanzengut wird in einem Destillierkessel von heissem Wasserdampf durchströmt, welcher den Pflanzenduft mit sich reisst. Anschliessend wird der Wasserdampf durch einen Kühler geleitet und kondensiert (verflüssigt), wobei sich das leichtere ätherische Öl vom Wasser abtrennt und an der Wasseroberfläche ansammelt. Qualität und Ausbeute der ätherischen Öle hängen sehr stark von den gewählten Destillationsbedingungen ab. Druck, Temperatur sowie die Dauer des Destillationsvorgangs beeinflussen die Qualität des Produktes und müssen auf jede Pflanze speziell abgestimmt sein. Das Destillieren ätherischer Öle ist eine Kunst, die grosse Erfahrung erfordert. Durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öle sind mit drei (einige Nadelhölzer) bis zehn oder mehr Jahren relativ lange haltbar und manche reifen mit der Zeit sogar noch nach, ähnlich einem guten Wein (Rose, Lavendel, Patchouli, etc.).
Kaltpressung Bei Zitrusfrüchten (Agrumen) ist die Gewinnung des ätherischen Öls durch einfaches mechanisches Auspressen der Fruchtschalen oder Anstechen der darin enthaltenen Sekretbehälter möglich. Die Essenz wird anschliessend nur noch zentrifugiert und filtriert, um sie von Wasser und festen Teilen zu trennen. Dieses Verfahren ist äusserst schonend, da keine erhöhten Temperaturen erforderlich sind. Kaltgepresste Agrumenöle enthalten auch schwer flüchtige Verbindungen wie Flavone, welche den Ölen ihre gelbe Farbe verleihen, sowie die phototoxisch wirkenden Furocumarine (kaltgepresste Agrumenöle daher nie vor einem Sonnenbad äusserlich anwenden!). Wegen der relativ raschen Oxidierbarkeit ihrer Hauptbestandteile (ca. 90% MonoterpenKohlenwasserstoffe) sollten kaltgepresste Agrumenöle nicht länger als 1 Jahr aufbewahrt und  vor Licht, Wärme und Luft geschützt werden.
Extraktion Viele Blütendüfte sind sehr temperaturempfindlich und können daher nicht wie Rose, Neroli oder Ylang Ylang mittels Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Sie müssen mit organischen Lösungsmitteln (z.B. Hexan) aus dem Pflanzenmaterial gelöst werden. Das Lösungsmittel wird anschliessend unter Vakuum abdestilliert und zurück bleibt das salbenartige Concrète, welches noch Wachse und andere nichtflüchtige Bestandteile enthält, die durch eine weitere Extraktion mit Alkohol (Ethanol) entfernt werden. Nach Abdampfen des Alkohols bleibt das dickflüssige Absolue zurück. Die zur Herstellung von Absolues verwendeten Blüten enthalten in der Regel nur wenig ätherisches Öl, weshalb die Ausbeute gering und folglich das Produkt sehr teuer ist (z.B. Jasmin, Narzisse, Mimose, Boronia). Resinoide sind Extrakte aus Harzen (z.B. Benzoe) und trockenen Pflanzenteilen (z.B. Iriswurzel). Sie enthalten neben ätherischem Öl auch die im jeweils verwendeten Extraktionsmittel löslichen Bestandteile wie Wachse und Harzsäuren. Das Lösungsmittel selber wird, wie bei den Absolues, nach der Extraktion entfernt. Trotzdem können die dickflüssigen, meist dunkel gefärbten Absolues und Resinoide noch Spuren von Lösungsmitteln und giftigen Begleitstoffen enthalten. Eine Alternative stellt die direkte Extraktion mit Alkohol dar. Entsprechende Produkte (z.B. Vanille Extrakt, Honigwabe Extrakt) sind zwar nicht so konzentriert und intensiv im Duft, dafür aber bezüglich Lösungsmittelrückständen unbedenklich und deshalb für aromatherapeutische Anwendungen gut geeignet.

4. Dickflüssige Öle (z.B. Absolues und Resinoide) müssen für eine genauere Dosierbarkeit oft verdünnt werden. In solchen Fällen sollte stets vermerkt sein, womit und in welchem Verhältnis die Verdünnung erfolgte. Dies gilt auch für sehr teure Produkte, welche aus kostengründen oft mit billigeren Ölen ähnlicher Zusammensetzung verdünnt werden (z.B. Melisse, Verbena).

5. Echte ätherische Öle sind nicht unbeschränkt haltbar, weshalb sie stets mit einem Herstell-  oder Verfalldatum versehen sein sollten. Insbesondere Öle mit einem hohen Gehalt an Monoterpen-Kohlenwasserstoffen (Zitrusfrüchte, Nadelhölzer) oxidieren relativ rasch (wodurch sie sich geruchlich deutlich verändem) und sollten deshalb nicht länger als ein bis drei Jahre aufbewahrt werden. Andere Öle sind hingegen ohne Qualitätseinbusse fünf und mehr Jahre haltbar, wobei die Haltbarkeit sehr stark von den gewählten Lagerbedingungen abhängt. Im Idealfall werden die Essenzen vor Licht und Sauerstoff geschützt bei konstanter, kühler Temperatur gelagert.

6. Bei vielen Pflanzen lassen sich unterschiedliche Pflanzenteile zur Gewinnung des ätherischen Öls verwenden, so z.B. bei Zimt (Blätter, Rinde), Wacholder (Nadeln, Beeren), Engelwurz (Samen, Kraut, Wurzeln), Dill und Koriander (Samen, Kraut). Zusammensetzung und Ausbeute des Öls und damit natürlich auch Preis und Wirkung hängen sehr stark davon ab, welcher Pflanzenteil verarbeitet wurde, weshalb ein seriöser Vertreiber entsprechende Angaben auf dem Produkt vermerkt.

7. Auch die Herkunft eines ätherischen Öls sollte bekannt sein. Typische Anbauländer von Aromapflanzen zeichnen sich durch optimale Boden und Klimaverhältnisse für die entsprechende Pflanze sowie durch traditionelle Erfahrung in Anbau und Gewinnung des Öls aus. Bei spiele sind: Zitrusfrüchte aus Italien, Lavendel aus Frankreich, Vanille und Ylang Ylang aus Ma dagaskar, Weihrauch, Opoponax, Myrrhe aus Afrika, Teebaum aus Australien, Rose aus der Türkei, Bulgarien oder Marokko.

8. Daneben spielt auch die Art der Kultivierung der Duftpflanzen eine grosse Rolle. Der kontrolliert biologische Anbau bzw. die Wildsammlung ist in der Regel der konventionellen Bewirtschaftung vorzuziehen, weil dabei weder Herbizide noch Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden, welche sich schliesslich im Produkt wiederfinden können. Allerdings ist die Wildsammlung dann problematisch, wenn ein «Kahlschlag» erfolgt und der Bestand einer Pflanze dadurch gefährdet wird. Bei grosser Nachfrage ist deshalb die Gewinnung ätherischer Öle aus kultivierten Pflanzen oft sinnvoller. Aufgrund des Mehraufwandes sind ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Aufwand oder aus Wildsammlung in der Regel teurer als diejenigen aus konventionellem Anbau.

9. Die Angabe einer Chargennummer erlaubt es, den Weg eines Produktes vom Konsumenten bis zum Rohstoffhersteller zurückzuverfolgen.

10. Schliesslich kann auch der Preis einen Hinweis betreffend der Qualität eines Sortiments geben. Reine und natürliche Essenzen haben keine Einheitspreise, denn sie stammen aus Pflanzen, welche unterschiedlich aufwendig kultiviert bzw. extrahiert werden müssen und unterschiedliche Mengen an ätherischem Öl liefern (für ein Kilo ätherisches Öl werden ca. 5000 kg Rosenblüten, dagegen «nur» ca. 50-100 kg Teebaumblätter benötigt). Daraus ergeben sich sehr grosse Preisunterschiede. Ein Kilo reines Rosen oder Melissenöl kostet beispielsweise etwa 100mal mehr als die entsprechende Menge eines Agrumenöls (z.B. Orangen, Zitronenöl) oder ca. 50mal mehr als Lavendel oder Teebaumöl. 

Nach Dr Brigitte Schulthess, Biologin, PHYTOMED AG

Dermatologische Einsatzmoeglichkeiten:

Einige ätherische Öle im Mittelpunkt, die aufgrund ihrer hautpflegenden Eigenschaften besonders gut für tägliche Anwendungen im Bereich der Gesichts und Körperpflege eingesetzt werden können. Es handelt sich um Essenzen, deren Hauptbestandteile zur Stoffgruppe der Monoterpen-AIkohole bzw. Sesquiterpene gehören. Diese Öle eignen sich gut für die Herstellung individueller Kosmetikprodukte. 

Sesquiterpene

Sesquiterpene sind sehr hautpflegend Sie wirken entzündungshemmend, beruhigend und antiallergisch SesquiterpenKetone (Zedernholz, Manuka) fordern die Zellregeneration und sind besonders wundheilend. Sesquiterpenhaltige Öle sind schwerfluchtig und riechen herb, holzig, erdig oder balsamisch. Ätherische Öle mit Sesquiterpenen als Hauptwirkstoffe Sandelholz (Santalum album bis 99% v a Santalol), Vetiver (Vetiveria zizanoides bis 99% va Vetiverol, Vetivon), Patchouli (Pogostemon cablin bis 99% va Patchoulol) Zedernholz (Cedrus atlantica bis 85% va Himachalen, Atlanton), Manuka (Leptospermum scopanum bis 75% va Calamen, Leptospermon), Ylang Ylang Canganga odorate var. genuina bis 70% (v a Germacren D, Farnesen)

Indikation Oel
Unreine, fettige Haut, fettige Haare Pfefferminze, Ackerminze, Lavendel, Manuka, Petitgrain, Teebaum
Trockene Haut und Haare Geranium, Rosengeranium, Lavendel, Linaloeholz, Neroli, Palmarosa, Patchouli, Rose, Sandelholz, Vetiver, Ylang Ylang, Zedernholz
Empfindliche Haut und Haare Geranium, Rosengeranium, Lavendel, Linaloeholz, Manuka, Neroli, Palmarosa, Patchouli, Petitgrain, Rose, Sandelholz, Ylang Ylang
Irritierte, entzündete Haut und Kopfhaut Geranium, Rosengeranium, Lavendel, Linaloeholz, Neroli, Palmarosa, Patchouli, Petitgrain, Rose, Sandelholz, Teebaum, Zedernholz
Alternde Haut, gegen Falten Geranium, Rosengeranium, Linaloeholz, Palmarosa, Patchouli, Petitgrain, Rose, Vetiver
Hautallergien Lavendel, Linaloeholz, Manuka, Neroli, Palmarosa, Patchouli, Rose, Sandelholz, Zedernholz
Juckreiz Lavendel, Manuka

Rezepturen (einige Beispiele):

Körperöl (1 - 2%ig) 100 ml Basisöl (z.B. Mandelöl, Jojobaöl) 30-50 Tropfen ätherische Öle
Gesichtsöl (ca. 1%ig) 100 ml Basisöl (z.B. Mandelöl, Jojobaöl, Weizenkeimöl) 25-30 Tropfen ätherische Öle
Körperlotion (1.5 - 2%ig) 200 ml Basis Lotion (Excipial U Lipolotion, AntidryMandelöllotion, PHYTOMED BasisLotion) 75 - 100 Tropfen ätherische Öle
Gesichtscreme (ca. 1%ig) 50 g Basis Creme Essex, Glaxo, Liniola HF 10 - 15 Tropfen ätherische Öle

Kräuter als duftige Genüsse: Sortenbeschreibungen

Gewürz/Teekraut Botanischer Name Verwendung

Baldrian 

Valeriana officinalis

Getrocknete Wurzeln fürTee, Beruhigungsmittel, Katzenkistli

Basilikum

Ocimum basilicum

Blätter und Endtriebe; für italienische Gerichte, Salate, Saucen, Suppen

Bergbohnenkraut

Satureja montana

Triebspitze als Bohnengewürz, andere Hülsenfrüchte; Suppen,Tee

Bohnenkraut

Satureja hortensis

Triebspitze als Bohnengewürz, andere Hülsenfrüchte; Suppen,Tee

Engelwurz

Angelica archangelica

Junge Blätter als Salat, Wurzeln als Gewürz und Tee

Estragon

Artemisia dracunculus

Gewürz, Gurken, Salat, Einmachgewürz; Sauce Bearnaise

Goldmelisse

Monarda didyma

Blüten und Blütenköpfe als Teejunge Blätter als Gewürz

Küchensalbei, Müüslichruut

Salvia officinalis

Inder Küche, z.B. «Sa Itimbocca alla Roma na»; Tee- und Heilpflanze

Lavendel

Lavandula angustifolia

Als Tee und Gewürz; für Bäder, Kosmetika und als Duftsubstrat für Potpourris und Aromatherapie

Liebstöckel

Levisticumofficinale

Junges Kraut und Samen zum Würzen; frische und getrocknete Wurzeln

Malve/ Eibisch

Althaea officinalis

Entzündungshemmende Schleimstoffe, in Wurzeln, aber auch in Blättern und Blüten

Majoran

Origanum majorana

Junge Triebspitzen zum Würzen; duftend-dekorativ in Duftsträussen

Oregano

Origanum vulgäre

Triebspitzen und Blätter; mediterrane Gerichte, Suppen, Pizza

Petersilie

Petroselinum crispum

Blätter; Salate, Saucen, Suppen

Pfefferminze

Mentha spicata, Mentha x piperita

Teepflanze, zum Würzen junge Triebspitzen verwenden; Potpourris, Duftkissen, Sträusse

Rosmarin

Rosmarinus officinalis

Junge Triebe frisch oder getrocknet für die Küche; für Bäder, Öle und Tee

Schnittlauch

Allium schoenoprasum

Blattröhren für Salate, Rohkost, Brotaufstriche; attraktiv zum Anrichten von Platten und Tellern

Thymian

Thymusvulgaris

Junge Triebe frisch oder getrocknet zum Würzen; als Tee, Badezusatz und zum Inhalieren; Duftkissen

Verveine/ Zitronenverbene

Lippiacitriodorus

Blätter und junge Triebspitzen, frisch oder getrocknet; Teepflanze

Weinraute

Ruta graveolens

Blätter und Triebspitzen in Saucen, Kopfsalat, zu Fisch. Nur in kleinen Mengen verwenden!

Ysop

Hyssopus officinalis

FürTee, Bäder, Essenzen. Zum Würzen frische junge Triebe verwenden!

Zitronenmelisse

Melissa officinalis

Nur frisch verwenden; für Tee, als Würze oder Salat bzw. Gemüse für Bäder und Salben

Zitronenthymian

Thymus x citriodorus

Triebe frisch oder getrocknet zum Würzen, Marinieren, auch fürTee

   

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