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Healthstyle
 

Lichtschutz

Zusammensetzung der Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche - was bei uns ankommt

Wellenlänge (nm) Anteil der Gesamtenergie in %
Infrarot 700-2500 50
Sichtbar 400-700 44
Ultraviolett 295-400 6
UVA 320-400 95,9 des UV
UVA, (lang) 340-400  
UVA2 (kurz) 320-340  
UVB 295-320 4,1 des UV
UVC 200-295 0 (bei intakter Ozonschicht)

 

Weite Teile dieser Seite wurden durch den finanziellen Einsatz der Firma Ultrasun ermöglicht. Vielen Dank!

Lichtschutz - Information für den Arzt&Patienten

Inhaltsverzeichnis

Prolog *

1 Fakten zu Sonne, UV, Photobiologie und Sonnenverhalten *

  • 1.1 Sonne und Sonnenlicht *
  • 1.1.1 Sonnenlicht, UV-Gehalt *
  • 1.1.2 Atmosphäre und Umwelt *
  • 1.1.3 Jahreszeiten *
  • 1.1.4 Tageszeit und Meereshöhe *
  • 1.1.5 Reflexion *
  • 1.2 Strahlung und Haut *
  • 1.2.1 UV-A. *
  • 1.2.2 UV-B *
  • 1.2.3 UV-C *
  • 1.2.4 IR *
  • 1.2.5 Zusammenfassung *
  • 1.3 Verhalten *
  • 1.3.1 Ist Zustand *
  • 1.3.2 Wo liegen die Fehler: Falsches Verhalten und falsche Applikation von Sonnenschutzmitteln *
  • 1.3.3 Mögliche Ziele *

2 Konsequenzen *

  • 2.1 Verhalten ändern *
  • 2.1.1 Primäre Prävention: *
  • 2.1.2 Sekundäre Prävention: *
  • 2.1.3 Patienten Broschüren anfordern *
  • 2.2 Sonnenschutz kennen und richtig anwenden *
  • 2.2.1 Allgemeine Uebersicht über Sonnenschutz *
  • 2.2.2 Kleidung *
  • 2.2.3 Topische Sonnenschutzmittel *
  • 2.2.4 Verschiedene UV-Filter *
  • 2.3 Mögliche Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln *
  • 2.3.1 Chemische *
  • 2.3.2 Gemischt *
  • 2.3.3 Physikalische Filter *

3 Anhänge *

  • 3.1 Regeln *
  • 3.1.1 LSF praktisch *
  • 3.1.2 3 H-Regel *
  • 3.1.3 Hutrand *
  • 3.1.4 5er-Regel *
  • 3.1.5 Langer Schatten - langes Leben *
  • 3.1.6 A spoon is a Face *
  • 3.1.7 WAR *
  • 3.2 Praktische Tips *
  • 3.2.1 Wie hoch muss der Schutzfaktor sein ? *
  • 3.2.2 Wasserfestigkeit *
  • 3.2.3 Galenische Grundlagen *
  • 3.2.4 Wie wird Sonnenschutz praktisch angewendet *
  • 3.3 Das Sonnenkonto *
  • 3.3.1 Definieren Sie Ihren individuellen Lichttyp *
  • 3.3.2 Definition Breitengrad, d.h. wo Sie sich sonnen *
  • 3.3.3 Ablesen Ihrer individuellen Empfindlichkeit, *
  • 3.4 Hauttypen *
  • 3.5 Liposomen-Klassifikation und Charakteristik *
  • 3.6 Anhang Verwendete Filter (Handelsnamen und Generische Namen) *
  • 3.7 Glossar *

4 Weshalb Ultrasun *

  • 4.1.1 Ultrasun ist nicht nur eine Produktepalette sondern ein Konzept *
  • 4.1.2 Produkte Beschrieb *

5 Literaturverzeichnis *

Prolog

Die Zuwachsrate des Melanoms ist mit 4 % die höchste aller Krebserkrankungen. Für 1997 rechnet man z.B. In den USA mit 40000 Fällen. Die Inzidenz liegt heute bei 1 auf 100 Personen und man ums erwarten, dass sie bis im Jahr 2000 auf 1 auf 90 liegen wird.

Die Hauptursache von Hautkrebs ist zu hoher Sonnenkosum. Hellhäutige, speziell jene mit rotem oder helllblondem Haar, sind besonders gefährdet, dabei an Hautkrebs zu erkranken.

Die Hoffnung für die Zukunft liegt in der Prävention und in der frühzeitigen Erkennung.Die meisten Hautkrebsfälle (80%) können vermieden, werden wenn man sich nicht ungeschützt und übermässig der Sonne aussetzt. Alle ungewöhnlichen Hautmale, speziell jene, die sich in Grösse und Farbe verändern, sollten durch den Arzt untersucht werden.

  1. Fakten zu Sonne, UV, Photobiologie und Sonnenverhalten

 

  1.     Sonne und Sonnenlicht
      1. Sonnenlicht, UV-Gehalt
      2. Die Sonne ist Energielieferant und Lebensspender zugleich. Der Mensch braucht Sonne. Die Sonne regt den Stoffwechsel an, fördert die Hautdurchblutung, aktiviert die für den Knochenbau wichtige Bildung von Vitamin D. Sonnenlicht ermöglicht auch bei anderen Lebewesen erst zum Leben notwendige biochemische Vorgänge wie zum Beispiel bei den Pflanzen die Photosynthese. Sonnenlicht besteht aus einem Spektrum von elektromagnetischen Wellen welche über kurzwellige Strahlen g -Strahlen, Röntgenstrahlen, UV- Strahlen, das sichtbare Licht bis in den Infrarotbereich reichen.

      3. Atmosphäre und Umwelt
      4. Der Schutz der Atmosphäre ermöglicht das Ausfiltern von einem gewissen Strahlenanteil. So ist wird in der Stratosphäre (10 - 50 km Höhe) in der Ozonschicht die kosmische Strahlung, g - Strahlung, Röntgenstrahlung sowie wie das kurzweilige UVC herausgefiltert. Ebenso wird ein grosser Teil des UVB- Spektrums in der tieferen Trophosphäre (0 - 10 km Höhe) absorbiert (Ozon) und gestreut (Wolken, Schmutzpartikel, NO2, SO2). Vollständig durch die Ozonschicht passieren können UVA, das sichtbare Licht sowie elektromagnetische Wellen im Infrarot und Radiowellenbereich. Je länger der Weg der Strahlung durch die Atmosphäre geht, desto mehr werden die entsprechenden elektromagnetischen Wellen auch in Abhängigkeit ihrer Wellenlänge gestreut. So verändert sich der Anteil von UVA zu UVB zu Gunsten der UVB- Strahlung je weiter man in die Höhe steigt. Das Klima ist deshalb in den hohen alpinen Regionen (3000 m und mehr) bezüglich der UV- Strahlung sicherlich gefährlicher, da in dieser Höhe relativ mehr UV-B Strahlung gemessen werden kann

        Die auf der Erdoberfläche eintreffende UV-Strahlung besteht demnach in etwa aus 50% direkter und 50 % gestreuter Strahlung.

      5. Jahreszeiten
      6. Nicht nur das die Sonnenscheindauer pro Tag im Winter in unseren Breitengraden wesentlich kürzer ist als im Sommer. Die Auftreffende Bestrahlungsenergie muss auch einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, da der Auftreffwinkel auf die Oberfläche nicht den entsprechenden Ueberhöhungen der sommerlichen Einstrahlwinkels entspricht. Eine innerhalb eines Winkels (Kegels) abgegebene Menge Sonnenenergie bestreicht im Winter bzw. am Morgen und am Abend eine grössere Flache als im Sommer bzw. am Abend. Damit wird die Energiedichte pro Flächeneinheit kleiner. (Abb 1)

        18 Abb1

      7. Tageszeit und Meereshöhe
      8. Es gibt Messungen, welche für die entsprechende geographische Länge (ohne Sommerzeitverschiebung) eine glockenförmige, symmetrische Verteilung der Strahlungsintensität sowohl Vormittags wie auch Nachmittags zeigen. Somit ist die Strahlungsintensität um 10.00 Vormittags derjenigen von 14.00 Uhr identisch, die Sonne entsprechend vor allem gegen Abend im UVB- Bereich weniger belastend führt aber dennoch zur Bräunung. . Auf Meereshöhe ist der Anteil an UVA im Vergleich zu höher gelegenen Regionen höher, wobei gesamthaft die UV-Dosis alle 300 m um ca 4 % zunimmt.

      9. Reflexion

      Neben Absorption, Streuung zeigt sich auch noch das Phänomen der Reflexion. Insbesondere helle oder sogar weisse Oberflächen reflektieren eintreffende Sonnenstrahlung zum Teil fast vollständig zurück. Entsprechend gefährlich ist deshalb Sonnenstrahlung im Hochgebirge oder im Bereiche von weissen Sandstränden bzw. spiegelnden Wasseroberflächen. Reflexionsquoten

      Die Reflexionsquoten sind von Material zu Material sehr unterschiedlich und werden häufig falsch eingeschätzt. So reflektieren folgende Oberflächen:

      Gras/Rasen

      2 - 3 %

      Wasser

      5 %

      Sand

      25 %

      Schnee

      80 - 90 %

    1. Strahlung und Haut
      • UV-A.
      • Die UVA- Strahlen sind als langwellige UV- Strahlen (320 - 400 nm) am energieärmsten, haben allerdings wegen ihrer geringen Zerstreuung innerhalb des oberflächlichen Integumentes die grösste Eindringtiefe. Sie machen etwa 90 - 95 % der UV-Strahlung aus die die Erdoberfläche erreicht. Sie bewirken die Sofortpigmentierung der Haut. Diese Bräunung besteht nicht in einer echten Vermehrung des Pigmentes sondern in einer Pigmentumverteilung innerhalb der Melanozyten. Da die UVA- Strahlen tiefer eindringen, ist auch die Energiedichte oberflächlich geringer, somit besteht eine geringere Mutagenität (nicht, keine Mutagenität). Die Eindringtiefe erhöht allerdings das Risiko der vermehrten Hautalterung mit Schädigung vor allem der elastischen Fasern (Elastose). Ein akuter UV-Impact reduziert Typ I Prokollagen und Prokollagen-m-RNA (Vorhees et al.) UVA ist häufig verantwortlich für photodynamische Hautreaktionen. Im Gegensatz zu den obengenannte kurzwelligeren Strahlen durchdringt UVA Fensterglas (Fuller, Fitzpatrick) Der UV-A Bereich) ist auch verantwortlich für eine erhöhte Photosensibilität (erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht unter gewissen Medikamenten, Kosmetika, Seifen und Pflanzen)

        Weitere biophysikalische Eigenschaften von UV-A sind:

        Verstärkung der UV-B Effekte (Kanzerogenität)

        Klinische Effekte: Lentigo, Melasma, Poikilodermie, Teleangiektasie

        Histologische Effekte: Langerhanszellzahl nimmt ab

        Freisetzung von Entzündungsmediatoren

        Photosensitivität

        Photoaging

      • UV-B
      • UV-B Strahlen werden zu einem Teil in der Ozon-Schicht absorbier und haben eine mittlere Wellenlänge (280-320 nm). Sie dringen nicht so tief in dite Haut ein wie die UV-A Strahlen. Durch eine höhre Energie absorption in der oberflächlichen Haut sind die UVB- Strahlen in der Regel für das solare Erythem (Sonnenbrand) verantwortlich. Die Erythemreaktion erfolgt in der Regel drei bis sechs Stunden nach Sonnenexposition. Eine akute Verbrennung durch Sonne kann somit nicht während deren Auftreten festgestellt werden (im Gegenteil zur reinen Hitzewirkung). UVB ist aufgrund der hohen Energiedichte in den oberflächlichen Hautzellschichten in der Lage mit der DNA- Struktur zu intrigieren und somit neben Interaktionen und freier Radikalenbildung auch direkt zu erhöhten Mutagenität führen. Daneben tragen auch die UV-B Strahlen zur Hautalterung bei und sind insbesondere für die Kataraktbildung verantwortlich.

      • UV-C
      • UV-C (unter 280 nm) wird bisher fast komplett von der Ozonschicht absorbiert. Eine weitere Schädigung der Ozonschicht kann aber möglicherweise dazu führen, das ein Teil von UVC durchkommt und damit aufgrund der hohen Energiedichte und allerdings kleinen Eindringtiefe sehr rasch zu oberflächlichen Verbrennungen und zu einer erhöhten Kanzerogenität führt.

      • IR
      • Infrarot ist die langwellige Wärmestrahlung im nicht sichtbaren Bereich. Infrarot hat eine etwas kürzere Eindringtiefe als UVA

      • Zusammenfassung

      UV-A

      Lichtbedingte Hautalterung, Sonnenallergie (Mallorca-Akne

      UV-B

      Sonnenbrand, chronische Lichtschäden

      UV-C

      Starker Sonnenbrand, hohes Risiko für Folgeschäden

      Infrarot

      Überhitzung der Haut

    2. Verhalten
      1. Ist Zustand
        1. Bräunungskult
        2. Obwohl anfangs dieses Jahrhunderts noch die Nobelblässe des Adels ein erstrebenswerter Hautzustand war, hat sich dies insbesondere im Anschluss an den zweiten Weltkrieg drastisch geändert. Zunehmend wurde eine gute Bräunung als Zeichen von Gesundheit und Wohlstand, von Freizeit und Mobilität gesehen. Insbesondere in den 60zigern und den frühen 70iger Jahren unter dem Eindruck der Bikinikultur des Bikinikults wurden teils exzessiv Sonne konsumiert, dieser überschiessende Sonnenkonsum ist heute häufig in den ärztlichen (Praxen, vor allem dermatologischen) in Form von massiven aktinischen Elastosen, Präcanzerosen, Basaliomen und nicht zuletzt auch Melanomen zu sehen. Obwohl sich derzeit der Tendenz zum allzeitigen Braunsein einiges an rationalem Gedankengut entgegenstellt, ist auch heute vor allem an den entsprechenden Ferienorten ein allzu häufig unbesonnenes- "grillieren" zu beobachten.

        3. Mobilität und Ferien-Pricing
        4. Die derzeitigen Preisverhältnisse am Ferienmarkt erlauben es, mittlerweile praktisch jedem Bürger der mitteleuropäischen Staaten auch weit entfernte Feriendestinationen wie Karibik, Ecadorialafrika und Fernost anzufliegen. Zumeist sind diese Ferienaufenthalte sogar noch billiger als wenn man seine Urlaubstage an den eigenen gestaaten verbringt.

        5. Einfluss der Mode

        Die Mode was Teint, Frisuren und Kleidung angeht, ist für jede Epoche ein absoluter Trendsetter. Derzeit gehen die Tendenzen eindeutig wieder mehr Richtung hellhäutigen Models zu mindest wenn das entsprechende Model einem Kaukasen- Hauttyp entspricht. Reines Braunsein entspricht offensichtlich nicht mehr zwingend einem Mast dieser Tage.

      2. Wo liegen die Fehler: Falsches Verhalten und falsche Applikation von Sonnenschutzmitteln

Neben den falsch gesetzten Vorbildern der gesunden, braunen makellosen Haut, wird sicherlich noch zuwenig auf die entsprechenden Risiken sowohl im jahreszeitlichen wie im tageszeitlichen Verlauf der Sonnenbenüzung hingewiesen. Hier tut auch eine Aufklärung nicht nur durch Medizinalpersonen sondern auch durch die entsprechende Kosmetik und Reisebranche not. Im Uebrigen wird den Leuten zuwenig der korrekte Umgang mit der Sonne gelehrt, häufig zu oft wird eine Schwarz- Weiss- Malerei und ein Sonnenverbot betrieben. Die Verwendung von hohen Schutzfaktoren wird häufig als Absolution für den "sündigen" Sonnengebrauch verstanden. Last but not least kann auch aus anderen ökologischen Gründen gefragt werde, ob den tatsächlich notwendigerweise weit entfernte Feriendestinationen für jedermann erschwinglich sein müssen und ob hier nicht eine gewisse Preisregulierung auch das Sonnenkrebs- Risiko in unserem Breitengraden inklusive deren Folgenkosten vermindern könnte. Hier wären einmal interessante epidermologische Studien bezüglich der Folgekosten des Ferntourismus analog der Folgekosten des Nikotinsgebrauch oder des Alkoholkonsums durchzuführen.

Aufgrund der oben genannten noch ungenügenden Informationen ist ein falsches Sonnenverhalten mit:

  • fehlender Vorbräunung,
  • Expostion während des Sonnenhochstandes am Mittag,
  • Nichttragen von schützenden Kleidungsstücken,
  • zu spätes und oft zu spärliches Auftragen von Sonnenschurtzmitteln,
  • unterlassen einer wiederholten Anwendung von Sonnenschutzmitteln nach dem Baden oder Schwitzen.
      1. Mögliche Ziele

Oberstes Ziel muss darauf hinarbeiten, die Gesellschaft bezüglich ihres Sonnenverhaltens auf ein gesundes Mitelmass zurück zuführen. Dies beginnt mit einer primären Prävention, welche ein korrektes Sonnenverhalten (entsprechend den Sonnenschutz- Möglichkeiten, Lichtschwiele, Kleidung und Sonnenschutzprodukte) zu propagieren. Ein Sonnenverbot ist wahrscheinlich eine kontraproduktive Massnahme, vielmehr müssen die Mitteleuropäer lernen, sich der entsprechenden Ortsansässigen Bevölkerung anzupassen. Hohe Sonnenschutzfaktoren vermindern das Risiko von Kurz- und Spätfolgen der Sonneneinstrahlung, können aber ein vernünftiges Sonnenverhalten keineswegs ersetzten. Last but not least sollen Sonnenschutzprodukte auf den Markt gebracht werden, welche nach einer international gültigen, einheitlichen Nummernklatur bezüglich ihrer Inhaltsstoffen, ihrer Sonnenschutzwirkung bezüglich UV-B,UV-A und auch Infrarot deklariert werden.

  1. Konsequenzen
  2. Verhalten ändern: Aufgrund der vorgängig aufgezeigten Situation ist insbesondere eine tiefgreifende Verhaltensänderung Gegenüber dem Sonnenkonsum in der Bevölkerung anzustreben. Dieses Verhalten kann auf mehreren Achsen angestrebt werden, dabei spielt einerseits der Arzt als häufig erste Anlaufsstelle eine zentrale Rolle, daneben kommen aber dem Apotheker als Gesundheitskonsulent, den Drogerien und Parfümerien und Last but not least auch der Reisebranche eine nicht zu unterschätzender Stellenwert zu. Das Verhalten hat sich dahingehend zu ändern, dass sich die Konsumenten rechtzeitig mit den entsprechenden Sonnenschutzprodukten eindecken, die Sonne entsprechend ihrem Hauttyp richtig konsumieren. Die Sonnenschutzmöglichkeiten sind zu instruieren und durch die Konsumenten auch vollständig auszunützen

    Produkte richtig Wählen: Der Wahl der Sonnenschutzprodukte kommt vermehrt eine miente Bedeutung zu. Dabei hat sich sowohl der Sonnenschutzfaktor entsprechend dem Hauttyp zu richten wie auch das Vehikel den entsprechenden Konsumentenwünschen und den möglichen Aktivitäten anzupassen. Entsprechend sind hier Informationen über eine Optimierung der Sonnenschutzexterna (Badeferien, Hochgebiergstouren, Radfahrausflüge, Bootsferien auf Kanälen, Golfurlaub usw.) richtig zu instruieren.

    1. Verhalten ändern
      1. Primäre Prävention:
      2. Sonnenschutz (SPF 15+) 30 min vor der geplanten Exposition auftragen und den Sonnenschutz alle 1 ½ bis 2 h nach Schwimmen oder Schwitzen ersetzen. Tragen von schützender Kleidung (3 H-Regel: Hut-Hemd-Hose), Aufenthalt im Schatten, vermeiden von Sonnenexposition während des Sonnenhochstandes sowie meiden von künstlichen UV-Lichtquellen (Solarien, Sonnenbetten) es sei denn als Expositionsvorbereitung im Sinne einer Lichtschwielenbildung.

        Verankern und publizieren des UVI (UltraviolettIndex) in der Bevölkerung durch Übertragungen von Rundfunk und Fernsehen zusammen mit der Wettervorhersage, durch Tageszeitungen und durch die Reiseleitungen vor Anfliegen der Zieldestinationen. (Geller AC et al.)

        Den Konsumenten einfache Faustregeln vermitteln: 3 H-Regel, Schattenlängenregel, a spoon is a face Regel, Hutrandregel (siehe Anhang)

      3. Sekundäre Prävention:
      4. Screening der Bevölkerung und somit Frühzeitiges Erkennen von Lichtschäden und von Fehlverhalten und angepasste Aufklärungsarbeit im Sinne einer Sonnenerziehung. Leider haben die bisherigen auf die primäre Prävention ausgerichteten Massnahmen wenig Resultate gezeitigt, allgemeine scheint ein gewisser Wissenszuwachs in der Bevölkerung bezüglich der Sonnengefahren vorhanden zu sein, eine wesentliche Verhaltensänderung ist bisher allerdings noch nicht eingetreten. Bezüglich der Krebsvorsorge haben die entprechenden Kampagnen vielversprechende Resultate gezeigt (zB Aktion beSONNEn GENIESSEN) (Cummings SR; Herrmann NB; Tripp MK)

      5. Patienten Broschüren anfordern
    2. Sonnenschutz kennen und richtig anwenden
      1. Allgemeine Uebersicht über Sonnenschutz

Nachteile aus einem durchgeführte Sonnenschutz entstehen neben der möglichen photoallergischen bzw kontaktallergischen Reaktion auf die verwendeten UV-Filter oder der verwendeten Grundlagen keine, insbesondere fehlen Hinweise auf eine Veränderung des Vitamin D Stoffwechsel und somit eines Einflusses auf den Ca++-Stoffwwechsel und seiner Nebenwirkungen.

Als Sonnenschutz kommen grundsätzlich in Frage:

  • Kleidung
  • topische Sonnenschutzmittel
  • Systemische Sonnenschutzmittel
      1. Kleidung
      2. Über die Kleidung und ihre Sonnenschutzwirkung wird viel geschrieben und auch spekuliert. Untersuchungen (Diffey et.al) haben gezeigt, dass das wesentlichste Kriterium die Webdichte eines kleidunggsstückes für den Sonnenschutz darstellt. Weniger entscheidend ist die Dicke und die Farbe der Textilie die zum Schutzgetragen wird. Mehrere Schichten über einander können einen Schutz multiplikativ erhöhen. Eine gute Kombination für ein Schutzkleidungsstück ist Baumwollgewebe, dichtgewoben, dunkel (Blue jeans)

        Der Art der Kopfbedeckung kommt grosse Bedeutung zu: Obwohl häufig sogenannte Baseball-Mützen getragen werden ist deren Schutz insbesondere im Nackenbereich sowie in den lateralen Gesichtsanteilen (Wangen, Hals) ungenügend. Ideal ist ein Hut mit einer Krempe von 7 - 10 cm.

      3. Topische Sonnenschutzmittel
      4. Die Wirksamkeit von allen Sonnenschutzmitteln hängt grundsäztzlich von der Wellenlänge welche abgedeckt wird, der Grundlage (galenisches Vehikel), der Konzentration, der Auftragsdicke und der Auftragshäufigkeit mit welcher es appliziert wird, ab.

        1. Anforderungen an Sonnenschutzmittel
  • guter UV-A- Schutz (Hautalterung, Langzeitschäden)
  • Verminderung oxidativer Stress (Radikalenbildung durch UV-Licht)
  • Produkteprüfung durch ein unabhängiger zertifiziertes Institut
  • hohe Hautverträglichkeit
  • sehr hohe Hauthaftung
  • gute Resistenz gegenüber Schwitzen und Wasserkontakt
  • einfache Anwendung
  • rasches Eindringevermögen, gute Verteilbarkeit
  • fettreie Formulierung (Verzicht auf Emulgatoren)
  • keine Parfümierungsstoffe
  • eringes Unverträglichkeitspotenzial
  • chemische Stabilität mindestens 3 Jahre
        1. Was wird verwendet
        2. Grundsätzlich gibt es drei Gruppen von Lichtschutzfiltern: physikalische, chemische, biologische.

          Ein Sonnenschutz mit einem LSF von 15 filtert in etwa 94 % aller UV-B Strahlen aus, LSF von 30 etwa 97 %. Der LSF gibt lediglich den Schutz gegenüber UV-B Strahlen an.

          Der Ideal Sonnenschutz sollte sowohl UV-A wia auch UV-B filtern. Produkte welche Avobenzone enthalten zeichnen sich in der Regel durchj einen guten UV-A Schutz aus.

          Wasserlöslicher Sonnenschutz wird durch Wasserkontakt oder tarkes Schwitzen sehr rasch ausgewaschen und muss deshalb nach dem Schwimmen oder starken Schwitzen ernaut aufgetragen werden.

          Salbenbasierte Sonnenblocker wie Zinkoxid sind wasserresistent und deshalb ideal für exponierte Koörperstellen wie Ohren und Nase während sportlicher Betätigung oder Schwimmen.

          Wasserfeste Sonnenschutzmittel schützen für mindestens 80 Minuten während bei sogenannten Schwitzfesten Formulierungen der Schutz ca 30 Minuten anhält und somit schneller erneuert werden muss.

          1. Physikalische Filter
          2. Wirken vor allem durch Reflexion, Teils Refraktion (Streuung) und Teils Absorption. Diese Wirkungen sind abhängig von der Partikelgrösse und der Decksubstanz. Durch ihre deckenden Eigenschaften wirken alle phys. Filters sowohl auf UVA, UVB, sichtbares Licht und auch auf Wärme. die häufigste eingesetzten physikalischen Filter sind inerte Mineralien wie Titandioxid, Zinkoxid oder Talk. Titandioxid ist eine sicherer physikalischer Filter weil er sowohl UV-A wie auch UV-B reflektiert und streut. Andererseits Absorbiert TiO2 gegen 70 % des eintreffenden UV-Anteils. Dies kann insbesondere in einer wässrigen Umgebung zur eEntwicklung von Hydroxyl-radikalen führen welche ihrerseits dannn zu einem oxidativen Stress führen können und so auch zu DNA-schädigung führen kann. (Dunford/Wamer)

          3. Chemische Filter
          4. Innerhalb der Gruppe der chemische unterscheidet man wiederum Filter, welche vor allem UVA vor allem UVB sowohl auch als absorbieren. Hier kommen vor allem Moleküle mit einer ausreichenden Zahl von konjugierten Doppelbindungen zum Einsatz. Diese haben die Fähigkeit UV-ernergie durch Singlettbildung zu absorbieren und dann in Form von Wärme, Licht oder aber den chemischen Umbau des absorbierenden Moleküls abzugeben. Verschiedene Substanzen absorbieren in verschiedenen UVA- Bereichen und müssen empirisch gefunden werden. Nachteile der chemischen Filter sind eine erhöhte irritative Potenz und die Möglichkeit von photodynamischen Reaktionen auf der Haut. Die meisten chemischen Sonnenschutzmittel enthalten 2 - 5% Benzophenone oder dessen Derivate (Oxybenzone, benzophenone-3). Benzophenone gehören zu den potentesten Radikalen -Bildner welche derzeit bekannt sind und können daher auch ein sogennates Cross-Linking auslösen (Kirk-Othmer). Benzophenon wird durch das absorbierte Sonnenlicht aktiviert, welches die Doppelbindungen des Benzophenonmoleküls aufbricht und somit zwei frei Radikalenstellen bildet. An diese freien Stellen binden sich dann Wasserstoffatome, welche einerseits von anderen Sonnenschutzmitteln oder aber auch aus der Haut stammen können. Somit ist die Gefahr einer Inaktivierung von anderen Sonnenschutzmitteln und einer karzinogenen Wirkung durch Benzophenon möglich. In anderen Publikationen wird hingegen klar auf das Fehlen einer Radikalenbildung durch Benzophenon hingewiesen (Allen 1996).

            Die kurzfristige Bildung von freien Radikalen scheint ein generelles Problem von vielen chemischen Absorbern zu sein (Allen 1996). Um so wichtiger ist es deshalb, dass die Sonnenschutzmittel zusätzlich mit einem Radikalenfänger (Scavenger) versehen sind.Dies auch in Analogie zu der Substanz Psoralen welche ebnefallds ein Radikalenbildner darstellt ungd in der Psoriasisbehandlung zum Einsatz gelangt. Nach repetitiver topischer Anwendung ist es bei UV-A Behandelten Patienten zu einer 83 -fach erhöhten Spinaliomrate im Vergleich zu einem Normalkollektiv gekommen (Stern).

             

          5. Biologische Filter
          6. Photoprotektive Massnahmen, welche zusätzlich zu den obengenannten absorbierenden Substanzen noch eine protektive Wirkung (WAR-Regel) entfalten, insbesondere sind hier Antioxidantien und Radikalenfänger zu nennen: Vitamin C, Vitamin E und Betakarotin systemisch (Betakarotin max 180 mg/die bis Palmargelverfärbung) oder topisch (Darr/ Nachbar), Superoxid-Dismutase (SOD) und Peroxidase topisch. Im weiteren können auch sogenannte Chelatbildner einen potenzierenden Effekt zusammmen mit Sonnenschutzmitteln entwickeln (z.B. 5 % 2-Furildioxime (FDO) in Kombination mit einem LSF 4 Schurtzfakor erzeugt einen LSF von gegen 30 und ergibt einen erhöhten Schutz sowohl gegen akute wie auch chronische Lichtschäden). (Bisset)

            1. "Entgiftung" der freien Radikale durch ein Enzymsystem mit Superoxid-Dismutase (SOD) und Peroxidase(Pox)

          19

        3. Wie wird es verwendet

Meistens werden auf dem heutigen Markt gemischte Produkte angeboten. Der Sinn jeder Mischung besteht darin ein möglichst optimal abgestimmtes Produkt zu erhalten welches sich durch eine gute Verträglichkeit und einen für seinen Verwendungszweck optimierten Absorptionsspektrum. Dabei richtet sich das Angebot vor allem an das Anforderungsprofil durch den Sonnenschutzkonsumenten. Insbesondere Sonnenschutzexterna für Kinder sind meistens auf physikalischen Filtern aufgebaut und häufig in fetthaltigen Emulsionen gelöst um somit eine erhöhte Resistenz gegenüber Wasser zu erhalten. Erwachsene ziehen dagegen eher chemische Faktoren vor, welche häufig in fettfreien Grundlagen angeboten werden und somit weder komedogen noch durch die Emulgatoren reizend (Akne aestivalis, sogenannte Mallorcaakne) wirken. Bezüglich der formulierung der Sonnenschutzprodukte sind dieverwendeten Filter auf die Grundlagen abzustimmen Verschiedene Grundlagen können durch ein unterschiedliches Penetrationsvermögen einen veränderten LSF des jeweilig verwendeten Lichtschutzes zur Folge haben (Treffel). In Zukunft wird auch jede Formulierung neben den reinen Filtern bzw. Absorbern auch noch Radikalenfänder enthalten müssen.

Die biologischen Sonnenschutzfaktoren werden zumeist nur von Erwachsenen eingesetzt. Insbesondere ist hier die Vorbräunung zur Erhöhung der Lichtschwille und die vorzeitige Einnahme von Betakarotin einer gute Möglichkeit, das Sonnenbrandrisiko etwas zu minimieren.

      1. Verschiedene UV-Filter

Ein paar Bilder aus der Chemie:

20

Abbildung 2:
Ethylhexylsalicylate

21

Abbildung 3:
Homosalate

22

Abbildung 4:
Octocrylene

23

Abbildung 5:
P-Methoxy-Cinnamate

24

Abbildung 6:
PABA

25

Abbildung 7:
Oxybenzone

UVA absorbers

A

PA

Bemerkungen

Isopropyldibenzoylmethane

+++

+++

 

Homosalate

 

Oxybenzone

 

Titanoxid (TiO2)

 

Zinkoxid (ZnO)

 

Mexoryl SX

 

Breitspektrum UV-A, Teils UV-B

2,2'-dihydroxy-4-methoxybenzophenone (BZ8),

 

Bildet unter Licht keine Radikale

UVB absorbers

 

Methylbenzylidene camphor

+++

+

 

Isoamyl p-methoxycinnamate

+

++

 

Phenylbenzimidazole sulfonic acid

+

++

 
     

Bildet unter Licht keine Radikale

2-ethylhexyl 2-cyano-3,3-diphenylacrylate (OCR)

 

Bildet unter Licht Radikale

Allergien(A) Photoallergien(PA) nach Schauder und Ippen

  1. Mögliche Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln
    1. Für Handelsnamen und generische Bezeichnungen siehe Anhang 3.6

      1. Chemische

       

        Substanzgruppe

        Substanz

        A

        PA

        UV

        Bemerkungen

        Benzophenone

         
         

        2-hydroxy-4-methoxybenzophenone (BZ3) Benzophenone-3

        +

        ++

        UV-A

        UV-B

        Im UV-A Bereich nur kurzwelliges UV-A.

         

        Benzophenone-4

        ----

        ----

        UV-A

         
         

        Di-oxybenzon

         

        UV-A

         
         

        Oxybenzon

         

        UV-A

        Nicht Wasserlöslich, Wird von der Haut aufgenomen, wird durch Photooxidation rasch abgebaut und kann dann andere anti-oxidative System der Haut schädigen

        PABA und PABA Ester

         

        Keine PABA oder deren Derivate verwenden bei Allergien gegen PABA oder PABA-Ester, Procain, Benzocain, Sulfonamide oder Thiazide.

         

        Aethyl dihydroxy propyl PABA

         

        UV-B

        Nicht Wasserlöslich

         

        Glyceryl PABA

         

        UV-B

        Nicht Wasserlöslich

         

        p-Aminobenzoic acid (PABA)

        +

        +

        UV-B

        Wasserlöslich, nicht mutagen. PABA kann Textilien irreversibel gelb verfärben.

         

        padimate Od [octyl dimethyl PABA]

        2-ethylhexyl p-(dimethylamino)benzate (ODPABA),octyl dimethyl PABA

        +

        +

        UV-B

        Nicht Wasserlöslich, Kann unter Licht Radikale bilden (Allen 1996)

        Cinnamate

         
         

        Cinoxate

         
         

        Aethylhexyl p-methoxycinnamat

         
         

        Octocrylene

         
         

        Octyl methoxycinnamat, Octyl methoxycinnamate 2-ethylhexyl p-methoxycinnamate [2-EHMC] (OMC)

        +

        +

        UV-B

        Bildet unter Licht Radikale (Allen 1996)

        Salicylate

         
         

        Aethylhexyl salicylate¸2-ethylhexyl salicylate (OCS)

         

        UV-A

         
         

        Homosalate

         

        Wasserlöslich

         

        octyl salicylate

         

        Uebrige

         
                   
                   
                   

        Schauder/Allen/ Fourtanier/ Schallreuter

      1. Gemischt
      2. Substanzgruppe

        Substanz

        A

        PA

        UV

        Bemerkungen

         

        Avobenzone [butyl-methyoxydibenzoylmethane; Parsol 1789]

        ++

        ++

        UV-A

        Total UV, Wirkt in vitro photolytisch auf andere Substanzen

         

        Digalloyl trioleate

         
         

        Menthyl anthranilate

         
      3. Physikalische Filter

Substanz

Bemerkungen

Titanium-dioxid

Wird in die oberste Hautschicht aufgenommen

Zinkoxid

Nicht Wasserlöslich

Mica

Nicht Wasserlöslich, Mineral (KH2(AlSiO4)3, gecoated mit TiO2

Grundsätzlich werden Sonnenschutzprodukte eingesetzt um der Entstehung eines Sonnenbrandes und somit auch der Entwickliung von Hautkrebs vorzubeugen. In der Regel werden die Sonnenschutzprodukte mit einem faktor bezüglich Ihrer Wirkasmakeit eingeteilt. Dabei wird der Berechnung des sogenannten LSF (Sonnenschutzfaktors) bzw SPF (Skin protecting factor) die MED (Minimale Erythemdosis) zugrunde gelegt. Die MED entspricht dem Beginn eines Sonnenbrandes und wird ab Beginn einer Hautrötung welches durhc UV-Bestrahlung ausgelöst wird gemessen. Der LSF entspricht nun dem Faktor um welchen die Zeit bis zum auftreten eine Erythem verlängert werden kann. Beispiel: Eine Blondes Person hat bezogen auf die Jahreszeit, die Tageszeit und die geographische Bretite eine MED von 15 Minuten und benützt einen LSF 20 (Angabe auf der Packung) ergibt die Berechnug:

15 x 20 = 300 Minuten entsprechend 5 Stunden.

Diese Berechnung ist allerdings eine Annäherung und kann nie als korrekt im mathematischen Sinne gelten. Lieber ist noch ein Reduktion der Zeit nach unten zu machen. Im weiteren ist zu beachten, dass die Zeitdauer bis zum Eintreten der MED sich während des Tagesverlaufes ändert.

  1. Anhänge
    1. Regeln
      1. LSF praktisch
      2. Beträgt beispielsweise die für den entsprechenden Hauttyp empfohlene Sonnendauer 30 Minuten, so können Sie diese Zeit mit dem LSF multiplizieren, also 30 x LSF 10 = 300 Minuten maximal. Ein wiederholtes Auftragen des Sonnenschutzes verlängert diese Zeiten jedoch nicht !!!!!

      3. 3 H-Regel
      4. An der Sonne immer:

        Hut Hemd Hose

      5. Hutrand
      6. Jeder Inch Hutrand (2,5 cm) senkt das Krebrisiko um 10 %

      7. 5er-Regel
      8. Nie an die Sonne zwischen 11 und 15 h

        Helle Unntergründe und Umgebung reflektieren mehr als dunkle

        Sonnenungewohnte Haut ist wehrlos, unter mildem Sonnelicht eine Lichtschwiele trainieren ist vorbeugen.

        Sonnenschutzprodukt mit Schutzfaktor 15 + sowohl UV-A wie UV-B,

        Sonnenschutzprodukt 30 Minuten vor Exposition am Schatten auftragen

      9. Langer Schatten - langes Leben
      10. Schattenlänge grösser als Körperlänge: Kein Sonnenschutz notwendig

      11. A spoon is a Face
      12. Die auf den Packungen der Sonnenschutzmittel angegebenen LSF beziehen sich meistens auf eine gewisse Menge von Sonnenschutzmittel pro cm2 (meist 4 mg/cm2). In der Praxis ist dieser Wert nicht zu gebrauchen, als Faustregel kann für den Konsumenten gelten: ein Teelöffel gestrichen genügt für ein Gesicht pro Anwendung, der Körper kann mit der 9-er Regel hochgerechnet werden

      13. WAR

      Wear Protection

      Avoid midday

      Restore sundamaged skin

    2. Praktische Tips
      1. Wie hoch muss der Schutzfaktor sein ?

Ein Sonnenschutzprodukt mit SPF 15 + schützt vor Sonnenbrand für ungefähr 2 - 3 Stunden, allerdings in Abhängigkeit von Hauttyp, Jahreszeit, Tageszeit, geographische Breite und Applikationsart. Sonnenschutz unter 15 muss heute als ungenügend verworfen werden. Sonnenprodukte sollen immer über ein Breites Spektrum verfügen, nur so schützen sie sowohl gegen UV-A und UV-B.

Faustregel für mittlere Breitengrade: (FDA-Empfehlung):

  • Sofort Sonnenbrand, keine bis geringe Bräunung: LSF 20 - 30
  • Oft Sonnenbrand, geringe bis leichte Bräunung LSF 12 - 20
  • Gelegentlich Sonnenbrand, mittlere Bräunung LSF 8 - 12
  • Selten Sonnenbrand, gute Bräunung LSF 4 - 8
  • Fast nie Sonnenbrand, sehr gut und rasche Bräunung LSF 2 to 4
  • Nie Sonnenbrand, Dunkle Grundpigmetierung Kein
      1. Wasserfestigkeit
      2. Obwohl heute viel Sonnenschutzprodukte als sogenannt wasserfest gelten müssen sie ca 15 - 20 Minuten vor dem Baden und unmittelbar nach dem Wasserkontakt erneut aufgetragen werde, um den vorgegebenen LSF erhalten zu können

      3. Galenische Grundlagen
      4. Grundlagen: Sonnenschutzprodukte werden in vielerlei Formen angeboten. Crèmes, lotionen, Hydrolotionen, Milch, Schaum, Gel, Spray. Jede Galenische Form hat Vor-und Nachteile wobei der Trend heute vermehrt Richtzung Hydro-Gel geht, Diese Produktekönnen zumeist Konservierungsstofffrei und nicht komedogen gestaltet werden.

      5. Wie wird Sonnenschutz praktisch angewendet

Sonnenschutz auf gut gereinigte Haut dick auftragen und nicht einmassieren sondern lediglich mit sanften Handbewegungen verteilen. Genügend Sonnenschutzmittel verwenden (A spoon is a Face-Regel, pro Körper ca 1/3 dl verwenden) und zum einziehen in die Haut genug früh auftragen (ca 15 - 20 Minuten vor Sonnenexposition bzw. 2 Stunden wenn es sich um PABA-basierte Produkte handelt). Durch häufige Repetition der Anwendung erhält sich der angegebene Schutzfaktor (erhöht sich keinesfalls). Sonnenschutz verbraucht sich durch Abrieb, Schwitzen oder Wasserkontakt wie auch durch Erschöpfung der chemische Apsorptionsfähigkeit (chemische Filtersysteme sind irgendwann in Ihrer Absorptionsfähigkeitz erschöpft).

Sonnenschutz ersetzt nie Hut Hemd Hose, so ist es ein Irrtum zu glauben Sonnenschutz allein genüge zu Prävention eines Hautkrebses

Bräunung durch künstliche UV-Quellen nur um der Bräunung Willen ist fördernd für die Hautalterung und erhöht das Krebsrisiko. Ein angestrebter Sdchutz voir Sonnenbrand ist in der Regle nicht zu erreichen. (UV-B Strahlen werden nur sehr wenig abgegeben)

Wenn schon Sonne und Bräunung, dann nur am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Bräunung soll nur auf die Hauttypen Fitzpatrick II - IV beschränkt sein.

UV-Strahlen(insbesondere UV-A) kommen auch bei bewölktem Himmel bis auf die Erdoberfläche, so ist es in abhaändigkeit von der geographischen Breite ohne weiteres möglich sich auch bei bedecktem Himmel zu verbrennen.

Sonnenbrillen mit UV-Filter verhindern die Kataraktbildung (UV-B) Skolnick

Biologische Schutzfaktoren (Antioxidantien, Beta-Karotin) können auch systemisch durch Nahrungsmittelzusätze zugefügt (Vitamin C, Vitamin E, and Selen (Empfohlene Dosen 3000 mg oder mehr Vitamin C, 800 IU Vitamin E, 200 m g Selen (l-Selenomethionin)( Goodall/Robertson). Vitamin C und E schützen auch vor einer Kataraktbildung (Robertson, Knekt).

    1. Das Sonnenkonto
    2. Für jedes Individuum kann ein ein individuelles «Sonnenkonto» definiert werden, das analog wie ein Bankkonto für Ihre Haut funktioniert. Je nach der individuellen Empfindlichkeit können man sich lediglich eine gewisse Zeit pro Tag an der Sonne aufhalten. Dabei spielt natürlich auch die Vorbräungung des Integumentes eine entscheidende Rolle. Innerhalb eines Tages addiert sich jeder einzelne Aufenthalt an der Sonne. Auch im Schatten wird durch Reflexion Ihr Konto kontinuierlich belastet.

      Sonnenschutzprodukte erhöhen dieses Sonnenkonto um den angegebenen Schutzfaktor. Jede Minute darüber hinaus aber ist «ungedeckt», d.h. Sonnenbrand und damit Langzeitschäden sind programmiert. Wiederholtes Einstreichen mit Sonnenschutz nutzt dann nichts mehr. Ihr Konto kann erst nach 24 Stunden wieder neu genutzt werden.

      So lernen Sie Ihr Sonnenkonto kennen

      1. Definieren Sie Ihren individuellen Lichttyp
      2. (Phototyp) nach der Tabelle. Als Mischtyp wählen Sie eher den oberen Wert.

      3. Definition Breitengrad, d.h. wo Sie sich sonnen
      4. wollen.

      5. Ablesen Ihrer individuellen Empfindlichkeit,

      (Tabelle Sonnenkonto). Ihren Hauttyp finden Sie im Gebietsraster wieder. Die Zeit ist auf die Anwendung von Lichschutzfaktor 20 ausgelegt, d.h. die Zeit Ihres Sonnenkontos ist 20 x kürzer ohne dieses Schutzprodukt. Die Zahlen in der rechten Spalte sind die Werte für die sonnenungewohnte Haut, die noch um einiges empfindlicher ist, da die eigenen Schutzmechanismen noch nicht ausgebildet sind.

      Geograph.Zone (Sommer)

      Photo-Typ

      max. pro Tag an Sonne gewöhnt

      nicht an Sonne gewöhnt

      Südeuropa

      1

      2h 00

      1h 10

      p

      2

      4h 00

      2h 20

       

      3

      6h 00

      3h 20

       

      4

      7h 00

      4h 20

      Karibik

      1

      1h 15

      0h 45

       

      2

      2h 30

      1h 30

       

      3

      3h 45

      2h 20

       

      4

      5h 00

      3h 00

    3. Hauttypen
    4. Hauttypen nach Fitzpatrick (nur Kaukasier)

      Typ

      Beschreibung

      Eigenschutzzeit approximativ

      Typ 1

      Rotblondes Haar, helle Augen, sehr heller Teint,Sommersprossen, extrem empfindlich, sofort Sonnenbrand, selten braun

      3-10 Minuten/Tag

      Typ 2

      Blondes Haar, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen. Fast immer Sonnenbrand, leichte Bräunung.

      10-20 Minuten/Tag

      Typ 3

      Braunes Haar, mittlerer Teint, helle oder dunkle Augen. Manchmal Sonnenbrand, bei Gewöhnung, gute Bräunung

      20-30 Minuten/Tag

      Typ 4

      Dunkelbraunes oder schwarzes Haar, dunkler Teint, dunkle Augen. Gute Bräunung, selten empfindlich

      ca. 45 Minuten/Tag

    5. Liposomen-Klassifikation und Charakteristik
    6. Liposomen werden aus zweilagigen biomolekularen Phospholipidmembranen gebildet: Dabei werden verschiedene Formen unterschieden:

      Multilamellare Lipid Vesicles (MLV) haben eine zwiebelschalenartigen Aufbau. MLV haben einen Durchmesser zwischen 1 - 5 m m, Sie sind relativ schwierig zu zerstören.

      "Small Unilammellar Vesicles" (SUV) sind sehr kleine Lipsomen (20 nm) im Durchmesser, sie werden aus MLV durch Ultraschall und hohem Druck erzeugt. Aufgrund Ihrer Kleinheit enthalten sie relativ wenig Wasser

      "Large Unilammellar Vesicles" (LUV) enthalten ein grosses Volumen an Wasser.

      Liposomen können auch in einfache und komplexe Liposomen aufgeteilt werden:

      Einfache Liposomen sind eine Mischung aus MLV und LUVwelche in den interlammellaren Kompartimenten Wasser oder wasserlösliche Substanzen enthalten. Diese Substanzen können durch Endocytose in die Hautzellen gebracht werden. Die einfachen Liposomen haben allerdings lediglich eine Bedeutung für den obersten Anteil der Epidermis.

      Komplex-bildende Liposomen sind Uni-oder multilammelläre Systeme von Phospholipid-Schichten in welchen reversible physiko-chemische Interaktionen zwischen der Phospholipid Schicht einerseits und Substanzen (Wirkstoffe) welche in der Lage sind sich als Komplexe an die Phospholipidmöleküle anzulagern. Hier spielen die Phosopoliopide die Funktion eines Carriers um die aktiven Substanzen (Wirkstoffe) durch die epidermale Barriere zu bringen.

      Die Stabilität von Liposomen hängt im wesentlichen vom Typ der verwendetes Phospholipide ab. Negativ geladene Phospholipide vermindern durch eine negative Ladungsdichte der Membranen das Risiko der Fusion. Bei Raumtemperatur liegen Phospholipide welche gesättigte Fettsäuren enthalten in Gel-Form vor. Membranen welche sich in Gelform befinden, können das aktive Prinzip im Innern der Liposomen länger eingeschlossen halten als solche mit ungesättigten Fettsäuren in Sol Form.

    7. Anhang Verwendete Filter (Handelsnamen und Generische Namen)
    8. Product Name

      Universal Name

      Supplier Name

      Function

      Application

      ATLAS G-1702

      PEG 6 SORBITAN BEESWAX

      ICI Surfactants

      Emollient, Emulsifier, Sunscreen, Thickener

      Hair Care Products, Hand Creams, Moisturizing Creams, Skin Care Products

      BENZOPHENONE-3

      BENZOPHENONE-3

      Tri-K Industries, Inc.

      Sunscreen,Protection of products against light

      Hand Creams, Hand Lotions, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Sunscreens

      CRODASOME UV-A1B

      Isoamyl p-Methoxycinnamate, Butyl Methoxybenzoyl

      Croda, Inc

      Liposome, Sunscreen, Carrier, Nanosome

      Conditioners, Hair Care Products, Hair Sprays, Rinses, Sunscreens, Rinse-off conditioners

      ESCALOL 507

      OCTYL DIMETHYL PABA

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Gels, Hair Care Products, Lipsticks, Liquid Makeups, MoisturizingLotions, Skin Care Products,Sunscreens

      ESCALOL 557

      OCTYL METHOXYCINNAMATE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Hand Creams, Hand Lotions, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions,Skin Care Products

      ESCALOL 567

      BENZOPHENONE-3

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Gels, Hair Care Products, Lipsticks, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      ESCALOL 577

      BENZOPHENONE 4

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen,COLOR PROTECTANT

      Hair Gels, Hair Care Products, Skin Care Products, Sunscreens

      ESCALOL 587

      OCTYL SALICYLATE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Hand Creams, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      ESCALOL 597

      OCTOCRYLENE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Skin Care Products, Sunscreens

      EUSOLEX 232

      PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID

      Rona/EM Industries Inc

      Sunscreen

      Eye Gels, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens, Toniques

      EUSOLEX 4360

      BENZOPHENONE-3

      Rona/EM Industries Inc

      Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      EUSOLEX HMS

      HOMOSALATE

      Rona/EM Industries Inc

      Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      Lipovol MOS-130

      Tridecyl Stearate (and) Tridecyl Trimellitate

      Lipo Chemicals Inc

      Emollient,Sunscreen,Wetting Agent

      Lipovol MOS-350

      Dipentaerythrityl hexacaprylate/hexacaprate

      Lipo Chemicals Inc

      Emollient,Sunscreen,Wetting Agent

      Lipovol MOS-70

      Tridecyl Stearate (and) Neopentylglycol Dicaprylate.

      Lipo Chemicals Inc

      Emollient,Sunscreen,Wetting Agent

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-100SA

      Tri-K Industries, Inc

      Color,Pigment,Powder,Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-100T

      TITANIUM DIOXIDE & ALUMINUM HYDROXIDE

      Tri-K Industries, Inc

      Color,Pigment,Powder,Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

       

       

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-150W

      TITANIUM DIOXIDE

      Tri-K Industries, Inc

      Color,Pigment,Powder,Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-500B

      TITANIUM DIOXIDE

      Tri-K Industries, Inc

      Color,Pigment,Powder,Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-500SA

       

      Tri-K Industries, Inc

      Color,Polymer,Powder,Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      Micro Zinc Oxide SMZ-3S

      Zinc Oxide

      Tri-K Industries, Inc

      Sunscreen

      Lipsticks, Skin Care Products, Sunscreens

      NEO HELIOPAN 303

      OCTOCRYLENE

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

      Sunscreens

      NEO HELIOPAN E-1000

      ISOAMYL P-METHOXYCINNAMATE

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

      After Sun Products, Hair Care Products, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      NEO HELIOPAN HYDRO

      PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

      After Sun Products, Hand Creams, Hand Lotions,Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      NEO HELIOPAN MA

      MENTHYL ANTHRANILATE

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

      After Sun Products, Hand Creams, Hand Lotions,Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      NEO HELIOPAN MBC

      4-METHYLBENZYLIDENE CAMPHOR

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

       

      NEO HELIOPAN OS

      OCTYL SALICYLATE

      Haarmann & Reimer Corporation

      Sunscreen

      Hair Care Products, Hand Creams, Hand Lotions,Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotion

      NINOL« 40-CO

      Cocomide DEA

      Stepan Company

      Sunscreen, Viscosity Booster, Foam Booster, Conditioning Agent

      Bubble Baths, Bath Soaps, Liquid Soaps, Shampoos, Personal Cleansers, Hand Soaps

      Panalane« H-300E

      Hydrogenated Polyisobutene

      Lipo Chemicals Inc

      Emollient,Film Former,Moisturizer, Sunscreen, Thickener, Water Proofing Agent

      Anti-perspirants, Lipsticks,Mascaras, Moisturizing Creams, Shaving Creams, Sunscreens, Hair Grooms

      Panalane« L-14E

      Hydrogenated Polyisobutene

      Lipo Chemicals Inc

      Emollient,Film Former,Moisturizer,Sunscreen,Water Proofing Agent

      Acne Products, Anti-perspirants, Lipsticks, Liquid Makeups, Mascaras, Moisturizing Lotions, Hair Relaxers

      Parsol « 1789

      BUTYL METHOXY-DIBENZOYL-METHANE

      Hoffmann-La Roche, Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

       

      Parsol « HS

      Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid

      Hoffmann-La Roche, Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Shampoos, Skin Care Products

      Parsol « MCX

      OCTYL METHOXY-CINNAMATE

      Hoffmann-La Roche, Inc

      Sunscreen

      Body Oils, Hair Care Products, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      PROCYANIDOLIC OLIGOMERS (OPC's)

       

      MMP, Inc

      Anti-oxidant, Sunscreen, Free Radicals Scavenger, Micro-circulation Stimulant

      Skin Care Products, Sun Care Products

      SHEA BUTTER - ULTRA-REFINED

      Shea Butter

      Biochemicals International

      Anti-inflammatory, Emollient, Film Former, Humectant, Moisturizer, Sunscreen

      After Sun Products, Hand Lotions, Lipsticks, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SHEBU REFINED

      Shea Butter

      R.I.T.A Corporation

      Emollient,Humectant,Moisturizer,Sunscreen

      After Sun Products, Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks,Moisturizing Creams, Skin Care Products, Sunscreens..

      SPECTRAVEIL FIN

      Zinc Oxide,C12-15 Alkyl Benzoate,,Polyhydroxystearic acid

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SPECTRAVEIL IPM

      Zinc Oxide,Isopropyl Myristate, Poly-hydroxy-stearic acid

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SPECTRAVEIL MOTG

      Zinc Oxide, Caprylic/Capric Triglyceride, Mineral

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SPECTRAVEIL OP

      Zinc Oxide, Octyl Palmitate, Polyhydroxystearic acid

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SPECTRAVEIL TG

      Zinc oxide, Caprylic/Capric Triglyceride, Polyhydoxystearic acid

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      SPECTRAVEIL TGOP

      Zinc oxide, Caprylic/Capric Triglyceride,Octyl Palmitate

      Solaveil

      Emollient,Sunscreen

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      Timiron (WHITE)

      MICA, TITANIUM DIOXIDE

      Rona/EM Industries Inc

      Color, Pigment, Sunscreen

      Lipsticks,Nail Polishes, Powders, Shampoos, Skin Care Products, Sunscreens, Toilet Soaps

      TIOVEIL AQ

      Water, Titanium Dioxide, Alumina, Silica, Sodium Powder

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TIOVEIL AQP

      Aqua (Water), Titanium Dioxide, Propylene Glycol

      Solaveil

      Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TIOVEIL EUT

      Octyldodecanol,Titanium Dioxide,,Alumina,, Polyhydoxystearic acid

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TIOVEIL FCM

      Titanium Dioxide, C12-15 Alkyl Benzoate, Cylcome

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TIOVEIL FIN

      C12-15 Alkyl Benzoate,Titanium Dioxide,,Alumina

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TIOVEIL FLO

      Hybrid Sunflower Oil (Helianthus Annuus), Titanium Dioxide

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

       

      TIOVEIL FPT

      Titanium Dioxide, C12-15 Alkyl Benzoate, Phenyl

      Solaveil

      Emollient, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      TRI-K OCTYL SALICYLATE

      OCTYL-SALICYLATE

      Tri-K Industries, Inc

      Sunscreen, UV LIGHTABSORBER

      After Sun Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Skin Care Products, Sunscreens, ROUGES

      BENZOPHENONE-3

      BENZOPHENONE-3

      Tri-K Industries, Inc

      Sunscreen, Protection of products against light

      Hand Creams, Hand Lotions, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Sunscreens

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-500SA

       

      Tri-K Industries, Inc

      Color, Polymer, owder, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups,MoisturizingCreams, Moisturizing Lotions, Skin Care Product

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-100T

      TITANIUM DIOXIDE, ALUMINUM HYDROXIDE ,STEARIC

      Tri-K Industries, Inc

      Color, Pigment, Powder, unscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups,Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Product

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-150W

      TITANIUM DIOXIDE

      Tri-K Industries, Inc.

      Color, Pigment, Powder, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Product

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-500B

      TITANIUM DIOXIDE

      Tri-K Industries, Inc

      Color, Pigment, Powder, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions Skin Care Product

      MICRO TITANIUM DIOXIDE MT-100SA

       

      Tri-K Industries, Inc

      Color, Pigment, Powder, Sunscreen

      Hand Creams, Hand Lotions, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Product

      TRISPERSE MEL-29

      Water, Melanin, Titanium Dioxide

      Tri-K Industries, Inc

      Dispersant, Sunscreen

      Lipsticks, Liquid Makeups, Sunscreens

      Micro Zinc Oxide SMZ-3S

      Zinc Oxide

      Tri-K Industries, Inc

      Sunscreen

      Lipsticks, Skin Care Products, Sunscreens

      TRIVENT OS

      Octyl Salicylate

      Trivent Chemical Company

      Sunscreen

      Skin Care Products, Sunscreens

      TRIVENT MA

      Menthyl Anthranilate

      Trivent Chemical Company

      Sunscreen

      Sunscreens

      Z COTE

      ZINC OXIDE

      Sunsmart, Inc

      Powder, Preservative, Sunscreen

      Acne Products, Anti-perspirants, After Sun Products, Deodorants, Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks, Makeups

      Z-COTE HP-1

      ZINC OXIDE, DIMETHICONE

      Sunsmart, Inc

      Powder, Sunscreen

      Acne Products, Anti-perspirants, After Sun Products, Deodorants, Hand Creams, Hand Lotions, Lipsticks, Liquid Makeups..

      ESCALOL 587

      OCTYL SALICYLATE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Hand Creams, Liquid Makeups, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      ESCALOL 567

      BENZOPHENONE-3

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Gels, Hair Care Products, Lipsticks, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products

      ESCALOL 557

      OCTYL METHOXYCINNAMATE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Hand Creams, Hand Lotions, Moisturizing Creams, Moisturizing Lotions, Skin Care Products..

      ESCALOL 507

      OCTYL-DIMETHYL-PABA

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Gels, Hair Care Products, Lipsticks, Liquid Makeups, Moisturizing Lotions, Skin Care Products, Sunscreens

      ESCALOL 597

      OCTOCRYLENE

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen

      Hair Care Products, Skin Care Products, Sunscreens

      ESCALOL 577

      BENZOPHENONE 4

      ISP/Van Dyk Inc

      Sunscreen, COLOR PROTECTANT

      Hair Gels, Hair Care Products, Skin Care Products, Sunscreens

      nach Hart Info Service (http://www.croda.com)

    9. Glossar

Freie Radikale sind definiert als Atome oder Moleküle welche ein oder mehrerer unpaarige Elektronen enthalten. Die Toxizität von vielen Stoffen ist mit der Fähigkeit gegenüber Drittstoffen als Radikalenbildner bzw. mit der Bildung von reaktivem Sauerstoffarten wie Superoxid-anionen, Hydroxyl Radikalen oder H2O2 chemisch aggressive Produkte zu bilden welche mit gewebsschädigenden Einflüssen wie Fettperoxidation und DANN- oder Protein-Denaturierung einhergehen.

LSF (SPF): Drückt den Schutz vor Sonnenbrand aus. Ursprünglich vor allem als UV-B Faktor angegeben, da Sonnenbrände zum überwiegenden Teil (90 %) durch UV-B ausgelöst werden. Die neue Deklaration beinhaltet auch den Restanteil von UV-A

Belastungsquotient nach Schrader: Anteil UV-Filter in % geteilt durch LSF

Beispiel: 5% Benzophenone mit LSF 12 = 0.41

Wertung des Belastungsquotienten

Grösser als 1 = Hohe Belastung

0.35 – 1.0 = Mittlere Belastung

Kleiner 0.35 = Geringe Belastung

IPD-Messmethode (Immediate Pigment Darkening): Messung der Sofortpimentierung bis 15 Minuten nach der Bestrahlung zur Festlegung des UV-A Schutzes

PPD-Messmethode (Persitent Pigment Darkening: Messung der Sofortpimentierung nach 120 Minuten nach Bestrahlung zur Festlegung des UV-A Schutzes

Liposomen:

COLIPA: European Cosmetic, Toiletry, and Perfumery Association (COLIPA)

INCI: International Nomenclature of Cosmetic Ingredients

  1. Weshalb Ultrasun
      1. Ultrasun ist nicht nur eine Produktepalette sondern ein Konzept
      2. 26Die Problematik der heutigen Situation liegt primär im falschen Sonnenverhalten der Konsumenten. Langfristig kann diese Situation nur verbessert werden in dem der Konsument eine Verhaltensänderung trainiert. Dieses Training braucht Motivation, Motivation wird durch Wissen generiert. Hier setzt das Konzept Ultrasun ein: Neben hochwertigen Produkten mit guter Wirksamkeit und Anwenderfreundlichkeit liegt ein Schwerpunkt auf der Wissensvermittlung. Diese fängt mit dem Packungsprospekt an, geht über die Problemzentrierte Sensibilisierung von Reiseveranstaltern, Fluglinien zu Schulung von Vekaufspersonal in Drogerien und Apotheken und zur vertieften Information für Apotheker und Aerzte was Sonne, Sonnenverhalten und Sonnenschutzprodukte im allgemeinen und Ultrasun Produkte im speziellen anbelangt.

      3. Produkte Beschrieb
        1. Ultrasun Protection 17
        2. ultrasun Protection17 Gel-Lotion

          Für sensible Haut. Liposomen binden die Filter direkt an die Zellen. Sehr hautpflegend und befeuchtend. Wasserfest, ohne Fette, ohne Emulgatoren, ohne Parfum 125 und 200ml

          Belastungsquotient nach Schrader 0.33

          Verpackung Airless dispenser

          Hydro-Gel mit liposomal gebundenen UV-Filtern (Octyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3, PARSOL 1789), stark reflektierendes, gut haftendes, glitzerndes Pigment (Glimmer), liposomal gebundene SOD (Super Oxyd Dismutase)

          Kombination von chemischen Absorbern mit geringem Belastungsprofil und gleichzeitiger Einarbeitung von Radikalenfängern/Scavenger (SOD/Peroxidase)

          alle chemisachen Filter sind liposomal gebunden. Resultat: stabil, geringe photodynamische Effekte

          Ergänzung mit hochreflektierende, Pigment mit grosser Partikelgrösse (10 - 60 m m). Resultat: Ein Teil UV-Strahlung wird reflektiert und Glimmer wird im Gegensatz zum TiO2 nicht aufgenommen.

          SOD liposomal: Verminderung der freien Radikale

          Hydro-Gel: Ein Hydro-Gel kommt ohne Emulgatoren aus und ist aufgrund der lipsomalen Struktur trotzdem wasserfest. Die verwendeten Liposomen sind vom Komplextyp und bestehen aus Phopholipiden mit gesättigten Fettsäuren.

          Keine Parfumierung

           

        3. Ultrasun Protection 20
        4. für (Wasser-)Sportler und aktive Kinder. Glasklares, nicht schmierendes Gel. Speziell geeignet für haarige Bereiche und auch Glatzen. Wasserfest, ohne Fette, ohne Emulgatoren, ohne Parfum 125 und 200ml

          Belastungsquotient nach Schrader 0.50

          Wässrig-alkoholische Lotion mit Octyl-Dimethyl-PABA und Benzophenone-3:

          Sehr wirksame, einfache Formulierung

        5. Ultrasun Protection 28
        6. der hohe, pflegende Schutz für ganz empfindliche Personen desHauttyps I und II sowie sonnenentwöhnte Haut-Partien. Sehr hautpflegend und befeuchtend. Wasserfest, ohne Fette, ohne Emulgatoren, ohne Parfum

          Belastungsquotient nach Schrader 0.29

          125ml

          Gleiche Basis wie Protection 17; UV-Filter höher konzentriert, TiO2 anstatt Glimmer, ohne SOD

        7. 27Ultrasun Reflex 22
        8. der Schutz, der auf reiner physikalischer Wirkung durch Mikropigmente basiert. Für Kleinkinder und hochallergische Personen. Weisselt nicht. Wasserfest, ohne Fette, ohne Emulgatoren, ohne Parfum

          Belastungsquotient nach Schrader 0.0

          75ml

          Dimethicon-Basis, TiO2 10% und ZnO 5%: Gute Wasserfestigkeit, kleine Partikelgrösse (20 nm, coated).

        9. Ultrasun AfterSun Lotion
        10. ultrasun After-Sun Gel-Lotion

          Nach dem Sonnenbad. Beruhigt und regeneriert die Hautzellen und befeuchtet sie nachhaltig. Ohne Fette, ohne Emulgatoren. Leicht parfumiert.

          200ml Hydrogel mit Allantoin, Bisabolol und liposomal gebundener SOD. Leicht parfumiert.

        11. Übersicht der Prüfungen (Stand Jan 1998)/Overview of Product Tests (as per Jan 1998)
     

    Prüfresultate/Test Results

     

    Produkt

    Product

    UV-Spektrum

    UV-range

    LSF/SPF

    p (Standart-deviation)

    Prüfanstalt

    Test Laboratory

    Datum

    date

    Methode

    method

     

    ultrasun Protection20

     

    UVA + UVB

    19

    21.1

    SPFA: 6,4

    +/- 1

    +/- 1.3

    +/- 0.5

    Dermscan, Lyon

    RTC, Milano

    Biopredic, Rennes

    30.1.95

    31.5.96

    23.11.95

    Colipa

    Colipa

    Diffey

     

    ultrasun Protection17

    UVA + UVB

     

    UVA/UVB ratio

    18

    20.9

    0.50

    +/- 1

    +/-2.43

    +/- 0.02

    Dermscan, Lyon

    RTC, Milano

    Inveresk Research

    30.1.95

    17.7.96

    07.07.97

    Colipa

    Colipa

    Diffey&Robson

    ultrasun Protection28

    UVA + UVB

    UVA/UVB ratio

    29.8

    0.61

    +/- 1.1

    +/- 0.02

    RTC, Milano

    Inveresk Research

    31.5.96

    07.07.97

    Colipa

    Diffey&Robson

    ultrasun Mountain Formula

    UVA + UVB

    23.3

    +/- 1.1

    RTC, Milano

    31.5.96

    Colipa

    ultrasun Reflex22

    UVA + UVB

     

    UVA/UVB ratio

    25.1

    SPFA: 9.8

    18.4

    0.68

    +/- 8.0

    +/- 2.0

    +/-3.14

    +/- 0.02

    Biopredic, Rennes

     

    RTC, Milano

    Inveresk Research

    23.11.95

     

    17.7.96

    07.07.97

    Diffey

     

    Colipa

    Diffey&Robson

    (Pape)

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Mechanismen der Photoprotektion

Irene Rosengarten

Weltweit steigt die Inzidenz der Hautkrebserkrankungen dramatisch. Neue Daten gehen beispielsweise davon aus, daß mehr als l Million Amerikaner 1998 an Tumoren der Haut erkrankt sind. Jährlich werden mehr Neuerkrankungen an malignen Melanomen als an anderen Tumoren gemeldet. Da UV-Licht eine zentrale Rolle in der Patho-genese von Tumoren der Haut spielt, sollte die Photoprotektion von breiten Schichten der Bevölkerung eine besondere Rolle in der Prävention von Hautkrebs einnehmen. Erst seit ungefähr 10 Jahren findet eine vermehrte Aurklärung der Öffentlichkeit über die Risiken der UV-Exposition statt. Dem Dermatologen kommt bei der Prävention eine wichtiger Part zu. Ihm obliegt es neben anderen präventiven Maßnahmen wie Ganzkörperinspektion, seine Patienten über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten einer kontinuierlichen Photoprotektion zu informieren.

Natürliche Photoprotektionsmechanismen

Die menschliche Haut verfügt über wirkungsvolle Mechanismen zum Schutz vor UV-Strahlung.

Die Pigmentierung der Haut weist große individuelle, familiäre und ethnische Unterschiede auf. Qualitative und quantitative Unterschiede in der Melanogenese führen zu Unterschieden in der Hautfarbe. Melanin wirkt als Radikalfänger photoprotektiv. Melanineinlagerungen in der Epidermis schützen durch Absorption, Reflexion und Streuung vor UV-Strahlung.

Die selektive Akkumulation radikalfangender fettlöslicher Vitamine führt zur

 

Stabilisierung von Zellmembranen. Die Enzyme Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase inaktivieren die durch UV-Strahlung entstandenen freien Radikale und schützen die Zellmembran.

Zelluläre Reparaturmechanismen können die geschädigte DNA wiederherstellen und so UV-typische Mutationen, die bei mangelhafter Reparatur entstehen, verhindern.

Photoprotektion mit topischen Lichtschutzmitteln

Man unterscheidet chemische und physikalische UV-Filter, die topischen Lichtschutzmitteln ihre Wirksamkeit verleihen. UV-Filter absorbieren oder reflektieren die UV-Strahlung des Sonnenlichtes und geben nach chemischen oder physikalischen Wechselwirkungen im Molekül energieärmere Strah-

0 0

lung ab. Je nach Absorptionsspektrum des Filters werden UVA, UVB und über beide Bereiche absorbierende Breitbandfilter unterschieden.

Die Qualität eines Lichtschutzmittels wird durch den Lichtschutzfaktor und den UVA-Schutzfaktor bestimmt.

Bestimmung des Lichtschutzfaktors

Die Bestimmung des Lichtschutzfaktors (LSF) ist standardisiert, wird aber in verschiedenen Ländern nach unterschiedlichen Normen durchgeführt.

Die wichtigsten Normen sind die amerikanische FDA-Norm, der australische und neuseeländische Standard, die DIN 67501 und die COLIPA-Methode. 1978 wurde die FDA-Methode in den

 

USA etabliert, lange bevor in Europa eigene Normen (DIN 67501,1986) zur Bestimmung des LSF entwickelt wurden. Mit der FDA-Methode konnten im Vergleich zur DIN 67501 wesentlich höhere LSF erreicht werden, da sich beide Methoden hinsichtlich der verwendeten Lichtquelle und der aufgetragenen Menge Sonnenschutz unterschieden. 1994 wurde von der europäischen Kosmetikindustrie die COLIPA-Methode entwickelt, die von allen Herstellern von Sonnenkosmetik verwendet wird.

Der LSF ergib sich aus dem Quotienten zwischen minimaler Erythemdosis (MED) mit Lichtschutzmittel und MED-Dosis ohne Lichtschutzmittel.

Der ÜVA-SF ist nicht standardisiert, da das durch die ÜVA-Strahlung induzierte Erythem nicht zur Bestimmung des UVA-SF geeignet ist. Zur Erzeugung eines UVA-Erythems ist eine hohe UVA-Dosis notwendig, die mit den derzeitigen Bestrahlungsgeräten nur nach sehr langer Bestrahlungszeit erreicht wird. Deshalb gibt es verschiedene In-vivo-und In-vitro-Methoden, die zur Bestimmung des UVA-SF geeignet sind.

Bei den In-vivo-Mehoden werden häufig die IPD-Methode oder die PPD-Me-thode verwendet. Bei der IPD-(Imme-diate Pigmentation Darkening)-Metho-de wird die UVA-induzierte Pigmentierung innerhalb der ersten 15 Minuten bestimmt. Ein wesentlicher Nachteil dieser Methode ist die Tatsache, daß nur geringe UVA-Dosen für die Bestrahlung verwendet werden. Bei der PPD-(Persitant Pigmentation Darke-ning)-Methode wird die Pigmentierung nach 2 Stunden bestimmt. Die Bestrahlung erfolgt mit höheren, an die mitteleuropäische Realität angepaßten .

Als In-vitro-Methode wird häufig der Australische Standard bestimmt, bei dem die Durchlässigkeit der UVA-Strahlung (begrenzt bis 360 nm) durch ein mit Sonnenschutzmittel beschichtetes Quarzplättchen bestimmt wird. Diese Methode ist zwar realitätsfern, aber leicht zu wiederholen.

Chemische UV-Filter

Die Wirksamkeit dieser Filter beruht auf der Absorpion von UV-Strahlung im Bereich konjugationsfähiger Doppelbindungen. Durch UV-Strahlen wird der UV-Filter vom Grundzustand in den angeregten Zustand überführt. Die dabei aufgenommene Energie wird bei Rückumwandlung in den Grundzustand in Form von Wärme und Fluoreszenzstrahlung abgegeben. Da photochemische Reaktionen nach UV-Exposition zu molekularen Veränderungen und Verlust der Wirksamkeit des Filters führen können, ist die Photostabilität eines Filters besonders wichtig. Moderne Filter wie Mexoryl SX und Mexoryl XL verfügen über eine ausgezeichnete Photostabilität.

Man unterscheidet verschiedene UV-Filter-Stongruppen:Paraaminobenzoe-säureester, Zimtsäureester, Kampferderivate, Salizylate, Benzophenone, Ben-zimidazole, Dibenzoyimethane sowie einige andere Stoffe. In Europa werden bevorzugt folgende Substanzen als UVA-Filter verwendet: Oxybenzon, Butylmethoxydibenzoylmethan(Parsol 1789), Mexoryl SX und seit Beginn des Jahres 1999 Mexoryl XL als UVA-/ UVB-Breitbandfilter.

Oxybenzon absorbiert schlecht im langwelligen UVA-Bereich (> 350 nm) und ist darüber hinaus ein häufiges Photokontaktallergen, deshalb werden Mexoryl SX und Parsol 1789, die gut im UVA-Bereich absorbieren, bevorzugt als UVA-Filter verwendet.

Mit der Entwicklung von Mexoryl XL gelang die Einführung des ersten, photostabilen Filters mit Wirkung über ein breites UVA- und UVB-Spektrum, einem Novum in der chemischen Photoprotektion. Das Absorptionspektrum des neuen Filters Mexoryl XL hat - unabhängig vom Lösungsmittel - zwei breite Banden. Zum einen wird das gesamte UVB-Spektrum von 290 bis 320 nm mit einem Maximum bei 303 nm abgedeckt. Zum anderen wird der UVA-Bereich von 320 bis 360 nm mit einem Gipfel bei 344 nm absorbiert.

Moderne Breitspektrumlichtschutzmittel (z.B. Anthelios® Produkte, La Roche-Posay) enthalten UVA- und UVB-Filter sowie zusätzlich mineralische Mikropigmente, um eine optimale Photoprotektion zu gewährleisten.

Physikalische UV-Filter

Mineralische Pigmente, die Licht durch Absorption, Reflexion und Streuung abschwächen, dienen als physikalische UV-Filter. Man unterscheidet Makropigmente mit einer Partikelgröße über 100 nm und Mikropigmente mit einer Partikelgröße unter 100 nm.

Titandioxid, Zinkoxid, Eisenoxide, Kalziumkarbonat, Kaolinum und Talkum werden als Suspension eines Pigmentpulvers in Lichtschutzmitteln verwendet. Das Deckungsvermögen ist abhängig vom Verhältnis der Brechzahlen des Pigments und des umgebenden Mediums, dem Ausmaß der Lichtabsorption sowie der Wellenlänge des einfallenden Lichtes und der Partikelgröße. Obwohl mit hohen Konzentrationen von Pigmenten ein gewisser Schutz im Bereich des UV-Lichtes sowie des sichtbaren Lichtes erzielbar ist, ist die Weißfärbung der Haut nachteilig und wird häufig als kosmetisch störend empfunden.

Mittels moderner Technologien können Titan- und Zinkoxide auf kleinste Partikelgrößen zwischen 1-100 nm verkleinert werden. Hierdurch wird die kosmetisch störende Weißfärbung der Haut vermieden. Die Schutzwirkung der Mikropigmente nimmt im UV-Bereich zu und im Bereich des sichtbaren Lichtes ab. Ultrafeines Titandioxid ist

 

derzeit der wichtigste im kosmetischen Lichtschutzbereich verwendete mineralische Lichtschutzstoff. Titandioxid schützt vor allem im UVB-Bereich, wohingegen ultrafeines Zinkoxid nur schwachen Schutz im UVA-Bereich bietet.

Die Kosmetikordnung soll zukünftig neben bekannten UV-Filtern auch die feinteiligen Pigmenttypen mikrofeines Titandioxid und mikrofeines Zinkoxid als UV-Filter in die Gesetzgebung mit einbeziehen.

Systemische Photoprotektiva

ß-Karotin, das beispielsweise in Tomaten, Karotten oder Orangen vorkommt, schützt als Radikalfänger vor durch UV-Strahlung in der Haut entstehenden freien Radikalen und ist in der Lage, Licht im langwelligen UVA-sowie im sichtbaren Bereich zu absorbieren. Aus diesem Grund ist die Substanz bei erythropoetischen Porphy-rien wirksam. Ein wirksamer Schutz wird allerdings erst nach 6-8 Wochen erreicht, die tägliche Dosis beim Erwachsenen sollte zwischen 120 und 250 mg liegen.

Ein ähnlich wirkender anderer systemischer Lichtschutzstoff ist Zystein, das ebenfalls als Radikalfänger wirkt. Beide Substanzen schützen nicht vor Sonnenbrand, die präventive antitumoröse Wirkung ist umstritten.

Photoprotektion durch Textilien

Die durch Textilien erreichbaren Lichtschutzfaktoren weisen in Abhängigkeit von Farbe und Material der Kleidungsstücke eine große Spannbreite auf. Engmaschig gewebte dunkle Kleidungsstücke haben eine bessere

Wirkung als weitmaschig gewebte, helle Textilien. In der Regel gewähren Textilien aus synthetischen Fasern einen besseren Schutz als Textilien aus sogenannten Naturmaterialien.

Vermeidung chronischer Lichtschäden durch optimale Photoprotektion

Chronische UV-Exposition ist der wichtigste exogene Beschleunigungsfaktor der naturlichen Hautalterung. Wahrend für die UV-bedingte Tumorentstehung in besonderem Maße das UVB-Licht von vorrangiger Bedeutung ist, spielt der UVA-Anteil eine wichtige Rolle bei der Hautalterung. Vor allem der Kollagen-Anteil des Bindegewebes wird durch die UVA-induzierte Kolla-genase-Aktivitat vermindert. Der Gehalt an elastischen Fasern nimmt zu, diese sind jedoch bezuglich Aufbau und Struktur degeneriert. Die aktini-sche Elastose ist bei massiver Ausprägung nur unbefriedigend einer Therapie zuzufuhren, so daß die wirksame Prophylaxe durch konsequente Photoprotektion und vernunftigen Umgang mit der Sonne von zentraler Bedeutung ist.

Epidemiologische Studien belegen, daß vor allem eine vermehrte Anzahl stärkerer Sonnenbrande im jungen Lebensalter das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, deutlich vermehren. Für Plattenepithelkarzinome ist hingegen die kumulative UV-Dosis infolge chronischer Exposition von Bedeutung.

Nach Berechnungen aus den USA ist es möglich, durch die regelmäßige Anwendung eines Lichtschutzmittels mit mindestens LSF 12 wahrend der ersten 18 Lebensjahre, die Inzidenz von Hauttumoren um zirka 80% zu senken. Klinische Studien zeigen, daß sich bei Risikopatienten die Anzahl und das Auftreten von aktinischen Keratosen durch regelmäßige Anwendung eines Lichtschutzpraparates mit LSF 17 senken lassen. Voraussetzung ist jedoch der vernunftige Umgang mit dem Lichtschutzmittel, der durch die vermeintlich hinzugewonnene Sicherheit nicht zu einer Veränderung des Freizeitverhaltens sowie einer Verlängerung der Sonnenexposition fuhren sollte.

Aufgrund der dramatisch steigenden Inzidenz von Hauttumoren ist eine möglichst frühzeitig einsetzende breite Photoprotektion eine zentrale Säule in der Pravention von Tumoren der Haut. Die Aufklärung, wie eine sinnvolle Photoprotektion auszusehen hat, obliegt in erster Linie dem Dermatologen, der vor allem Risikopatienten über den sinn- und maßvollen Umgang mit der Sonne aufklaren muß: Die Sonnenexposition zwischen 12 und 16 Uhr sollte vermieden beziehungsweise reduziert werden. Der Patient soll optimalerweise regelmäßig Breitspektrum-Licht-schutzpraparate mit hohem UVA- und UVB-Schutz anwenden und sich zusatzlich durch Textilien schützen.

   

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