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Dermatologie
 

Warzen

Was bringt diese Seite

Was sind Warzen?

Warzen sind gutartige Hautgewächse der obveren Hautschichten von Haut und Schleimhaut welche durch eine virale Infektion durch sogenannte HPV (human papillomavirus) ausgelöst werden. Sie sind zumeist hautfarbig und fühlen sich rauh angelegentlich sind die auch dunkel verfärbt, flach und weich. Ihr Aussehen hängt von der Lokalisation ab. 

Was gibt es für Warzenarten?

Es gibt mehrere verschieden Warzentypen so zum Beispiel:

  • Vulgaere Warzen (Verruca vulgaris)
  • Fusswarzen (Mosaik und Dornwarzen)
  • Plane Warzen (Verruca plana juvenilis)
  • Genitale Warzen oder Feigwarzen(Condyloma acuminatum)

Vulgaere Warzen wachsen meistens um die Nägel, an den Fingern und den Handrücken. Häufig treten sie im Bereich einer vorgeschädigten Haut auf.

Fusswarzen kommen gewöhnlich an den Fussohlen vor (Plantarwarzen). Wenn sie in dichten Gruppen auftreten heissen Sie Mosaikwarzen. Durch den Druck, welchem sie an der Fussohle praktisch dauernd ausgesetzt sind, können sie nicht nach aussen wachsen sondern werden nach innen gedrückt. Dadurch entstehen teils stark schmerzhafte Dornwarzen. 

Plane Warzen sind kleiner und flacher als vulgäre Warzen, sie fühlen sich auch weicher an und können in grosser Zahl von 20 - 100 Stück auftreten. Sie erscheinen an allen Lokalisationen, sind aber bei Kindern im Gesichtsbereich am häufigsten. Bei Erwachsenen treten sie bei Männern häufig im Gesicht, bei Frauen häfig an den Beinen - wahrscheinlich durch Rasur bedingt auf.

Genitalwarzen sind ein häufiges Problem bei Erwachsenen. Sie können bezüglich ihres Aussehens verschiedene Wuchsformen annehmen: Von kleinen weichen flachen Wärzchen bis zu grossen blumenkohlartigen Formen ist fast alles zu finden. Sie treten im Bereiche der Genitalien, Penis, Vagina, Portio (Muttermund), Anus, Enddarm aber auch im Mundschleimhautbereich auf. Leider ist in vielen Fällen ein Zusammenhang mit Krebsformen der Genitalregion nachgewiesen worden.

Wie kriegt man Warzen?

Zumeist werden Warzen durch eine sogenannte Schmierinfektion übertragen. Dabei kann die Zeit bis zur Sichtbarwerdung nach Infektion mit dem Virus Monate betragen. Grundsätzlich ist das Risiko für die Uebertragung von vulgären Warzen recht gering. Bei Genitalwarzen ist das Risiko höher, zusätzlich Infekte im Genitalbereich oder eine Immunschwäche könne die Gefahr einer Uebertragung noch vervielfachen. Hier ist es deshalb sinnvoll, geeignete Sicherheitsmassnahmen im Sinne von SaferSex zu treffen.

Einzelne Leute kriegen Warzen - andere nicht: Warum?

Warzen treten häufiger an Hautstellen auf welche beschädigt (Ekzem, Risse, Erosionen) oder gar verletzt sind. Dabei spielt auch eine gewisse individuelle Empfänglichkeit gegenüber dem Warzenvirus eine Rolle. So wie einzelne häufiger erkältet sind, so gibt es auch Individuen die einfacher eine Warze auflesen. Wichtiger Faktor neben den normalen Hygiene-und Vorsichtsmassnahmen ist der momentane Zustand des Immunsystems.

Sollen Warzen behandelt werden?

Bei Kinder und seltener auch bei Erwachsenen können Warzen spontan verschwinden. Da aber Warzen grundsätzlich übertragen werden können und auch neue Areale befallen werden können, macht eine Behandlung Sinn. Dies umso mehr, wenn die Warzen schmerzhaft sind.

Im Rahmen von Genitalwarzen muss immer eine Partnerabklärung und -behandlung durchgeführt werden, da bei verschiedenen HPV-Typen auch Krebsformen des Muttermundes und der Gebärmutter auftreten können. In Fällen wo die einschlägigen HPV-Typen nachgewiesen worden sind, ist eine engmaschige, langjährige gynäkologische Kontrolle auch nach einer Behandlung notwendig.

Wie werden Warzen dermatologisch behandelt?

Grundsätzliches:

  • Mit dem Behandelnden selbst steht oder fällt der Erfolg der Warnzentherapie, d.h. Ueberzeugung und vor allem Ausdauer gehören zu den wesentlichen Bestandteilen.
  • Daneben sind Auswahl, evtl.. Kombination und rechtzeitiger Wechsel der Behandlungsmittel wesentliche Faktoren.
  • Die Warze selbst ist eine virale Infektion der Haut, welche eine lokale Entzündung und als Folge eine mehr oder weniger starke Hyperkeratose hervorruft. Dies kann bei einer entsprechenden Lokalisation zu sehr starken Schmerzen führen. Die schwarzen Punkte der Warze sind thrombosierte Hautkapillaren. Schmerzen, Ausmass der Warze sowie Beruf sollten in der Behandlung unbedingt berücksichtigt werden.
  • Die Behandlung selbst richtet sich im wesentlichen nach deren Entstehung, d.h. 1. Abtragen der Hornhaut und 2. Vernichtung des Virus.

Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Grundsätzlich kann bei einer Erkrankungsform welche viele verschieden Behandlungsmöglichkeiten hat davon ausgegangen werden, dass keine der angebotenen Therapieformen nahe an eine 100 % Erfolgsrate heran kommt. Jede Methode kann etwas bringen, keine Methode muss etwas bringen. Neben den Suggestivtherapien ("Waldschnecke", Vollmondnacht, Warzen besprechen usw.) welche durch aus ihre Berechtigung haben können, kommen konservative Behandlungsmöglichkeiten mit Warzentupfmitteln und Salicylpflaster sowie mehr oder weniger aggressive invasive Methoden zu Anwendung. Dazu gehören: 

  • das Vereisen
  • Bleomycin Unterspritzung
  • Immuntherapie mit Aldaracrème®
  • Photodynamische Therapie (Vor allem plane Warzen)
  • Excsion mittels Skalpell
  • Entfernung mittels Laser (CO2- oder VPW-Laser)

Konservative Behandlung:

Vorbereitende Phase oder Aufweichen der Hornhaut mittels:

  • Salicylsäurepflaster 35%
  • Isocom 35%
  • occlusiv Sparablanc Plastic, 3-5 Tage belassen. 
  • In vielen Fällen genügt die ausdauernde Behandlung mit Isocorn 35% und mechanischem Abtragen, um die Warze ganz zum Verschwinden zu bringen. Bei Kleinkindern, sehr schmerzhaften Stellen, ganzen Händen oder über Gelenken ist dies sogar sehr zu empfehlen. Sie auch unten.
    Aufpassen Heftpflasterempfindlichkeit
    Um dies zu umgehen bspw. Isocom nur 1 Tag belassen, 1 Tag Pause usf. oder:
  • Salicylvaseline 5%, 10% oder 20% occlusiv nur nachts.
  • Die aufweichende Phase wird mit heissen Schmierseifenbädem noch weiter positiv unterstützt.
  • Mechanisches /Abtragen der Hornhaut mittels Skalpell, Credo, Hornhautraffel, Bimsstein etc. Bei starkem Bluten mit Trichloressigsäure 33,3 % und/oder Kompression behandeln.

Eigentliche Warzentherapie durch Externa:

  • Clabin (Resorcin- + Salicyl- + Lactatsäure) 1-3x täglich 1 Woche lang auftragen, Schmierseifenfussbad mech.abtragen usf.
  • Verrumal (Zytostatikum) Vorgehen wie oben. 
  • N2 (flüssiger Stickstoff -195 Cº ) kombiniert mit Pata cerata oder Vioformsalicylvaseline (zur Pflege der verbrannten Haut). Mit N2 wird artifiziell eine Gewebezerstörung durch Erfrierung erzeugt. Dadurch kommen die in den Zellen der Epidermis vorhandenen Viren in Kontakt mit dem Immunsystem. Möglichst keine Blasenbildung, wegen Narbengefahr. Bei Blasen mit Ulcusbildung mit Betadinesalbe oder Vioform-Salicylvaseline verbinden. N2 wiederholen bis Warze verschwunden, in der Regel jedoch nicht häufiger als 1x/Wo applizieren. Periungual sowie über Gelenken nicht, oder nur mit entsprechender Vorsicht N2 applizieren. 
  • Color castellani 2x täglich kombiniert: mit Salicyl-vaseline 5% 1x wöchentlich nachts occlusiv ist eine nicht-agressive Behandlung vorteilhaft bei Kleinkindern oder sehr schmerzhaften Warzen. Dasselbe gilt auch  für die Kombination von: Fluoreszin und Woodlampe (Suggestionsbehandlung). 
  • Solutio Hexachloropheni 2x täglich und nachts Selginzahnpasta (Meersalz) occlusiv ist eine weitere, häufig recht wirksame Kombination.
  • Als weiteres wäre noch die Entfernung der Warze durch den Arzt mittels scharfem Löffel zu erwähnen. Die Stelle muss vorher sehr gut aufgeweicht sein und mechanisch abgetragen werden.

Merke:

Fast jedes Land hat noch seine eigenen pflanzlichen Stoffe und Hausmittelchen die zum Einsatz kommen.

Der Laser stellt bei störenden oder sogar schmerzhaften Warzen eine der besten Varianten mit einer Erfolgsquote von ca. 70 % dar. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Behandlung eine Lokalanaesthesie notwendig macht und die Wundheilung 8 - 10 Wochen braucht, unmittelbar an die Behandlung selten lästige Sickerblutungen und für Tage bis Wochen starke Schmerzen auftreten können. Meistens sind die Patienten allerdings nach der Warzenlaserbehandlung sofort arbeitsfähig (Ausnahme: Gehberufe wie Service oder Postbeamter)

Genitalwarzen sind schwierig zu behandeln. Die erste Schwierigkeit besteht darin, alle Warzen identifizieren zu können, da manchmal ein flächiger aber diskreter Befall vorliegt. Hierbei kommt neben der genauen Inspektion  die Essigsäurenprobe zur Anwendung. Neben Tupfbehandlungen mit Podophyllin, Cremebehandlungen mit Aldara®, zusätzlichen Unterspritzungen mit Interferonen kommt ab einer gewissen Dynamik bzw. Grösse der Warzen vor allem wieder die laserchriurgische Option zum Tragen. Immer beinhaltet die Behandlung von Analwarzen auch die Durchführung einer Proktoskopie (Enddarmspiegelung).

Plane Warzen sind häufig zu zahlreich um mit den obigen Methoden behandelt zu werden. Hier kommen häufiger durch den Patienten anzuwendende Peelings mit Retin-A, Fruchtsäuren oder Salicylsäure zur Anwendung. Methode der Wahl ist heute wahrescheinlich am ehesten die photodynamische Therapie, bei welcher die befallenen Zellen sich durch eine vermehrte Aufnahme von Porphyrinen aus einer applizierten Creme unter Licht selber zerstören. Selten wird auf den CO2- oder Erbium :YAG Laser zurückgegriffen.

   

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