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Mykologie
 

Fuss-/Nagelpilz

Einleitung:

In der heutigen Zeit, in der unsere Gesellschaft sehr körperbetont und auch "face"betont ist und viel Geld für Fitnessstudios, Inlineskates, Schönheitsstudios, Solarien und Haarpflege ausgegeben wird, müsste man davon ausgehen, dass Mann und Frau von der Scheitel bis zur Sohle durchwegs gutgepflegt, trainiert und gesund ist. Leider ist dem nicht so....

Zahlen:

In einer kürzlich veröffentlichen Untersuchung (Achillesprojekt 1997) sowohl national wie auch europaweit ausgewertet, zeigt sich ein völlig anderes Bild. Dabei zeigt sich das in der Schweiz von 848 zufällig ausgewählten Patienten 57% in der einen oder anderen Form eine Fusspathologie zeigen. Von den 848 Patienten leiden ungefähr 21 % an einer Mykose des Fussbereiches. Beim überwiegenden Teil der Patienten findet sich eine Kombination sowohl von Naqelmykosen und Fussmykosen ( 70% ), wobei in Deutschland anhand der gleiche Untersuchung eine durchschnittliche Erkrankungsdauer von 4-5 Jahren für die Kombination von Fuss und Nagelmykosen angegeben wird. Dies einige grobe Richtzahlen: Es scheint, dass die oben angegebenen Faktoren wie Fitnesscenter und Sport nicht nur einen guten Beitrag an die Gesundheit des gesamten Organismus, sondern auch einen Risikofaktor zur Fusspilzerkrankung darstellen. So zeigen die deutschen Zahlen das der eindeutig höchste Anteil an Fusspilzerkrankung (Prävalenz) bei den Leichtatlethen und Laufsportlern vorliegt und bei anderen Sportarten in der Folge absteigt: Fahrradsport, Ballsport, Bergsteigen, Schwimmen und Sauna, sowie Wintersport und Skateing eine Rolle. Viele Patienten zeigen daneben oftmals mehrere Risikofaktoren für die Entwicklung von Mykosen der Füsse. Neben den sportlichen Betätigungen sind so Fussfehlstellungen, Adipositas, Verletzungen, periphäre Neuropathien, Diabetes mellitus, periphere arterielle Verschlusserkrankungen, venöse Erkrankungen sowie vorangegangene Therapien mit Antibiotika, Zytostatika oder Corticosteroiden als weitere Momente iin der Entstehung vomn Fussmykosen zu sehen. Zusammenfassend zeigen die Zahlen der Achilles –Strudie ein erschreckendes Bild über die Prävalenz von Fusserkrankungen in unserer Gesellschaft. Es zeigt das eines der tragensten menschlichen Organe im wahresten Sinn des Wortes, nämlich die Füsse in unserer Gesellschaft ein Schattendasein fristen und das sie als Organ erst dann wahrgenommen werden, wenn eine entsprechend störende, stark beinträchtigende Erkrankung vorliegt.

Prädisponierende Faktoren:

Häufigste prädisponierende Faktoren zur Fusspilzerkrankung als eine der Markererkrankung unserer "neuzivilatorischen" Füsse (Tungiasis penetrans gibt es in den Kathedralen der modernen Finanzgesellschaft nicht mehr zu holen) sind in absteigender Reihenfolge Gefässerkrankungen über 20%, Sport 18% Fettleibigkeit 17%, osteartikuläre Pathologie, 15% dermatologische Pathologie 12%, Atopie 11 % und Diabetes mellitus 8%.

Auf Grund der genannten Zahlen können als Ursachen zur Entstehung von Fussmykosen systemische Veränderungen wie angedeutet (z.B. Diabetes Mellitus, Adipositas ) angegeben werden. Daneben spielen aber häufig lokale Umweltfaktoren wie falsche Fusspflege, falsches Schuhwerk und langes Belassen desselben Schuhwerkes am Fuss eine wesentliche Rolle. In der Praxis sieht man häufig Patienten, welche an Büroarbeitsplätzen beschäftigt sind und somit einen grossen Teil ihres täglichen Ablaufes am Schreibtisch verbringen (Bank und Versicherungswesen). Leider verlangen derartige Positionen gewissermassen eine Uniform (Schwarze Schuhe, dunkle Strümpfe, dunkler Anzug). Zu dieser Uniform gehört somit, dass den ganzen Tag schwarze Golferhalbschuhe (Pumps) getragen werden und den ganzen Tag am Fuss bleiben. Bei dem Arbeitstag von 10 oder mehr Stunden ist es klar, dass sich hier eine feuchte Kammer bildet und einem Fussinfekt, weicher meistens mit einer Fussmykose beginnt, aber sogar nach und nach in Gram-negative, bakterielle Fussinfekte übergehen kann, Tor und Tür geöffnet werden. Frauen tragen häufig hochabsatzige Schuhe über Jahre jeden Tag, welche zu Fussfehlstellungen wie Halluxbildung führen und somit ebenfalls auch Hühneraugen und Warzenwachstum anregen. Damit sind wir bereits wieder bei vermehrten Prävalenzfaktoren zur Entstehung von Hautmykosen angelangt. Als Prophylaxe können deshalb folgende Schlüsse gezogen werden:

  • Geschlossenes Schuhwerk soll nur wenn dringend notwendig getragen werden.
  • An den Fuss sollte tagsüber möglichst viel Luft gelassen werden.
  • Eine regelmässige Fusswäsche 1-2 mal täglich eventuell mit einem Fussbad kann hilfreich sein, um so auch eine bakterielle Mehrbesiedelung (Corynierbakterium) zu verhindern.
  • Antitranspiranzien. können in Form von Fusssprays oder Lösungen verwendet werden.
  • Ein täglicher Sockenwechsel mindestens täglich ist unabdingbar.
  • Vereinzelt kann sich sogar das wechseln von Schuhen zur Mittagszeit aufdrängen, wenn das Tragen von Schuhen den ganzen Tag aus "Uniform"technischen Gründen verlangt wird. (Es ist ganz klar das Leder, welches den ganzen Tag über Wochen und Monate dem recht agressiven Schweiss ausgesetzt ist, seine Atmungsfähigkeit verliert und entsprechend auch Schweissabsonderung nicht mehr aufnehmen kann).
  • Gewichtskontrolle
  • Nikotingenuss mässigen, besser einstellen
  • Stoffwechsellage in Bezug auf Blutzucker kontrollieren

Gute Nagelpflege ist unabdingbar, prophylaktisch können zum Beispiel während sportlichen Tätigkeiten noch antimykosische Fusssprays eingesetzt werden. Wärend der Prophylaxe kann zur Therapie gegangen werden. Sollte es doch zu einem Fussinfekt kommen, so sind für die banale Fusspilzerkrankung verschiedenste Crémes und Lotionen auf Imidazolbasis auf dem Markt. Zur bekämpfung von Nagelpilzen können beim distalen Befall Pinselungen oder antimykotischer Nagelack empfohlen werden. Sobald jedoch ein Befall des proximalen oder zentralen Nagelanteils besteht, ist allerdings nur noch eine interne Therapie empfehlenswert. Derzeit sind in der Schweiz drei Produkte zugelassen, wobei hier bei analogen Abheilungsraten zwischen einer Interwalltherapie (7 Tage 2 x 2 Kapseln, drei Wochen Pause, ergibt total 108 Kapseln für 16 Wochen) und einer Dauerstrich-Therapie ) (tägliche 1 Tablette über 16 Wochen, ergibt total 108 Tabletten für 16 Wochen) jeweils über 3-4 Monate gewählt werden kann

Die Abheilungsraten bei beiden Regime liegen langfristig bei ungefähr 75%, was sicherlich gegenüber den früheren therapeutischen Resultaten einen Quantensprung –insbesondere unter Berücksichtigung der sehr guten Verträglichkeit darstellt.

Daneben sollte zum Vorbeugen vor erneuten Fusspilzinfektionen die Strümpfe mit mindestens 60 Crad oder ab 40 Crad mit einem zusätzlich antimykotischen Waschmittel gewaschen werden. Das Schuhwerk kann durch Einlage eines formalingetränkten Wattebausches unter Einschluss in einem Plastiksack über drei Tage vollständig entpilzt werden. (Nachdem die Schuhe wieder aus dem Plastiksack genommen werden sollte man sie allerding noch 2 Tage auslüften lassen) Im weiteren kann als Therapie auch der regelmässige Besuch bei einer Podologin hilfreich sein.

   

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