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Dermatologie
 

Akne: Uebersicht

 

Was bringt diese Seite

AKNE

Was ist Akne?

Akne ist der Ausdruck für eine Hauterkrankung mit verstopften Poren (offene oder geschlossene Mitesser (im englischen Sprachgebrauch als blackheads and whiteheads bezeichnet), Papeln oder Pusteln und teils tiefere knotige Veränderungen welche vorwiegend im Gesicht, Nacken, Brust, Rücken, Schultern oder an den Oberarmen auftreten können. Akne betrifft die meisten Teenager in einer gewissen Ausdehnung. Akne ist allerdings nicht nur auf die Altersgruppe der Teenager beschränkt. Erwachsene Personen zwischen 20 und bis gegen 45/50 – jährig können Akne bekommen, dann allerdings in meistens einer milderen Form (Akne der reifen Haut). Obwohl die Akne nach Jahren selbstlimitierend ist, macht es Sinn, die Akne zu behandeln um einer Narbenbildung vorzubeugen.

Schweregrade der Acne vulgaris (modifiziert nach James).

Schweregrad

Klinik

Mild(Acne comedonica)

  • Vorwiegend Komedonen
  • evtl. wenige Papeln und Pusteln (<10)

Mässig (Acne papulopustulosa)

  • Komedonen (10-40)
  • Papeln und Pusteln (10-40)
  • evtl. geringe Beteiligung des Stammes

Mittelschwer (Acne papulopustulosa mit Knoten und Stammbeteiligung)

  • Komedonen (40-100),
  • Papeln und Pusteln (40-100)
  • Knötchen (0-5)
  • Beteiligung des Stammes

Schwer (Acne nodulocystica, Acne conglobata)

  • Multiple Knoten und Zysten (>5)
  • Multiple Komedonen, Papeln und Pusteln
  • Ausgedehnte Beteiligung des Stammes

Kann Akne zu lebenslangen Narben führen?

Obwohl es sich bei der Akne nicht um eine lebensgefährliche Veränderung handelt, ist Akne unter Umständen nachhaltig störend und kann den Aknepatienten als Ganzes in seinem Leben massiv beeinträchtigen. So kann eine schwere Akne zu ausgeprägter Narbenbildung sowohl physisch wie natürlich auch psychisch führen.

Wie kommt es zu Akne?

Hormone:

Während der Pubertät verändern sich die Hormonspiegel. Eine besondere Rolle spielt dabei der sich ändernde Hormonhaushalt. Verstärkt werden in dieser Zeit die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) produziert, und das nicht nur bei Jungen, sondern auch - wenn auch in einem geringeren Umfang - bei den Mädchen. Insbesondere ist es die Zunahme von Androgenen welche zu einer Vergrösserung der Talgdrüsen führt. Diese Talgdrüsen sind vor allem in den Bereichen wo die Akne auftritt vermehrt angelegt. Da die Androgene als Hormone beim männlichen wie beim weiblichen Geschlecht vorkommen, sind auch beide Geschlechter betroffen. Testosteron, das stärkste männliche Hormon, fördert besonders die Talgproduktion. Dass nun aber nicht alle Mädchen und Jungen gleichstark unter Akne zu leiden haben, liegt an der individuell unterschiedlichen Empfindlichkeit der Talgdrüsen, die auf die veränderte hormonelle Situation reagieren (Vererbung).

Funktion:

Die Talgzysten haben immer einen zugeordneten Haarfollikel. Die Talgdrüse produziert eine oelige Substanz welche Talg (Sebum) genannt wird. Meistens entleert sich dieser Talg durch die Haarfollikelöffnung an die Oberfläche. Eine vermehrte Talgproduktion kann zu einer Verhornungsstörung des Talgausführungsganges führen. Die Talgmassen können zusammen mit den vermehrt gebildeten Zellen des Haarfollikelausganges zu einer Verstopfung des Ausführungsganges führen. In diesem zapfenartigen Mitessergebilde können sich sehr leicht hautortständige Bakterien niederlassen und ein Wachstum zeigen. Allmählich bildet sich dabei ein Horn-Talg-Pfropf im Ausführungsgang des Talgdrüsenfollikels, der diesen Gang sackartig aufbläht. Erscheint dieser Propf nun an der Hautoberfläche, ist er durch ein schwarzes Pünktchen als typischer Mitesser (Komedo) erkennbar. Die schwarze Färbung ist nicht etwa Schmutz, wie gerne angenommen wird, sondern das Hautpigment Melanin. Treten diese Komedonen gehäuft auf, spricht man von einer Acne comedonica. Der entstandene Pfropf bietet ideale Wachstumsbedingungen für die Akne-typischen Bakterien (Propionibakterien). Sie vermehren sich rasch und führen zu einer Entzündung. Diese Bakterien produzieren chemische Stoffe welche dazu führen können, dass die Follikelwand aufgelöst wird. In diesem Zeitpunkt führen die Mischung von abgestossenen Hornmassen, Talg- und Bakterien zu einer Entzündung mit Rötung Schwellung und Eiterbildung. Es entstehen gerötete Papeln und Pusteln, das sind Knötchen und die sogenannten Pickel. Diese Akneform wird als Acne papulo-pustulosa bezeichnen. In wenigen Fällen kann sich die Entzündung auf das umgebende Gewebe ausbreiten. Es kommt zu größeren Knoten, die irgendwann platzen und anschließend narbig verheilen. Diese Form der Akne nennt man Acne conglobata.
Behandlungen mit Hormonen können das Auftreten von Akne steuern. So wie gewisse Antibabypillen welche Ciproteron-acetat (Diane 35) enthalten Akne vermindern so kann die Einnahme von Anabolika die Akne verstärken (Body-builder-Akne)

Wie funkioniert eine gute Reinigung bei Akne?

Akne und unreine ist nicht durch Schmutz verursacht und somit eben nicht "unrein". Die Schwarzfärbung der offenen Komedonen hat nichts mit Schmutz zu tun, sondern ist ein normaler Oxidationsvorgang des Talgtropfens welcher mit der offenen Atmosphäre in Kontakt kommt. Zur normalen Hautgesichtspflege genügt das Waschen des Gesichtes mit Seife oder besser einem antiseptischen Syndet. Wenn zuviel gewaschen wird, kann eine Akne sogar verschlechtert werden. 
Reguläre Shampoonierung der Haare ist ebenfalls empfohlen. Wenn das Haar sehr fettig ist, kann das Haar auch täglich gewaschen werden, z. Bsp. mit Selenhaltigen Shampoos. Es gibt verschiedene dermatologische Pflege – und Waschprodukte welche empfohlen werden können. Männern mit Akne im Bartbereich ist zu empfehlen sowohl eine Nass – wie auch eine Trockenrasur auszuprobieren. Es gibt keine gültige Regel, welches Rasieren im Prinzip besser ist. Um eine weitergehende Pustelbildung und eingewachsene Haare zu vermeiden soll die Rasur nie gegen die Haarwuchsrichtung geführt werden und ein häufiger Wechsel der Rasierklingen ist zu empfehlen.

Diät?

Akne ist entsprechend den grossen Lehrbüchern der Dermatologie nicht durch eine Nahrungsmittelaufnahme beeinflussbar. Die tägliche Praxis zeigt aber immer wieder einen gewissen Zusammenhang mit scharfem, fettigem und süssem Essen. So kann auch die Einnahme von Kosumgiften (Alkohol, Nikotin) und natürlich Stress eine Verschlechterung der Akne nach sich ziehen.  Eine eigentliche Aknediät ist nicht zwingend notwendig. Hat dann der Patient jedoch den Eindruck, dass gewisse Nahrungsmittel die Akne verschlechtern, so ist auf diese Nahrungsmittel zu verzichten.

Sonne?

Sonnenlicht kann eine Akne grundsätzlich verbessern. Dabei ist allerdings von einem übermässigen Sonnengenuss ("Sonnenbraten") zu warnen da die Sonne ihrerseits wieder Nebenwirkungen zeigt (Hautalterung, Hautkrebs). Wählen Sie im Hinblick auf die aknefördernde Wirkung von öligen oder fettigen Sonnencrèmes am besten gelartige Sonnenblocker.

Kosmetika und Make-ups?

Kosmetika sollten grundsätzlich als "oil-free" oder "nicht komedogen" bezeichnet sein. Jede Nacht gehören Make-ups entfernt. Zu dieser Reinigung können Seifen oder Syndets und im Nachgang Tonics verwendet werden.

Eine leicht gefärbte Lotion kann zur Ueberdeckung von Aknenarben eingesetzt werden. Leichte oelfreie Puder können ebenfalls als Make-up bei Akne eingesetzt werden. 
Bei Benützung von Haarsprays und Gels sollte das Gesicht
gut abgedeckt werden. durch falsch applizierte Kosmetika und eben Haarsprays kann eine Kosmetika induzierte Akne ausgelöst werden.

Als Summary and Conclusion: 3 x 3 Tips um das Thema Akne

  • Sonne
    Sonnenbestrahlung wirkt sich normalerweise positiv aus. Ca. 60% der Patienten stellen eine Verbesserung des Hautzustandes fest. Aber: Sonne kann bei einigen Patienten, auch und gerade bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Aknepräparate die Akne verschlimmern. 
  • Die Körperhygiene
    Mangelnde Körperhygiene hat eigentlich keinen Einfluss auf den Hautbefund. Jedoch ist die Erkrankung ja oft mit fettiger Haut verbunden und das wird subjektiv als unangenehm empfunden.
    Das sollte aber nicht durch übertriebene oder falsche Reinigung überkompensiert werden. Gerade alkalische Seifen oder alkoholische Gesichtwässer können die Haut reizen und den Säureschutzmantel der Haut zerstören. Besser werdenleicht saure Syndets (pH 5,5 oder 5,6) verwendet. Durch die leicht saure Umgebung werden Bakterien in ihrem Einfluß gehemmt.
  • Die Hautpflege
    Vorsicht: Fett schadet! Cremes mit Inhaltsstoffen wie Lanolin, Vaselin, Paraffinöl oder pflanzlichen Ölen können die Akne verschlimmern. Es gibt spezielle nicht-komedogene Pflegeprodukte im Handel
  • Das Ausdrücken von Pickeln und Mitessern:
     !!! Nie !!! Mitesser, besonders die, die in tieferen Hautschichten sitzen, sollen nicht ausgedrückt werden. Das Ausdrücken führt zum Austritt des entzündlichen Talgs nicht nur nach außen, sondern auch in tiefere Hautschichten, wo sich die Entzündung dann weiter ausbreiten kann mit dem Ergebnis, dass sich der Zustand der Akne eher verschlimmert. Ausserdem können dadurch hässliche Narben entstehen.

  • Make up
    Make-up ist nicht tabu. Es entspricht einem ganz natürlichen Bedürfnis, die von Akne befallenen Hautpartien zu überschminken. Das ist auch soweit in Ordnung, solange die richtige Anwendung des Medikaments nicht beeinträchtigt wird.
    Einige Kosmetika können die Akne verschlimmern, insbesondere sind dies fettende Mittel. Möchte man auf Make-up nicht verzichten, so sollte nicht-fettende Kosmetika (non-comedogenic oder oil-free) verwendet und das Make-up nicht länger als unbedingt notwendig auf der Haut belassen werden.
  • Die Ernährung
    Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen (die täglich Praxis zeigt dies allerdings sehr wohl!), dass Akne durch die Ernährung beeinflusst oder verschlechtert wird. Es sollte aber durch Eigenbeobachtung versucht werden festzustellen, ob bestimmte Nahrungsmittel den Hautzustand verschlimmern. In jedem Fall hilft aber eine gesunde Ernährung und das Meiden von Alkohol und Nikotin. Der Körper kann so mit Entzündungen besser fertig werden.

  • Stress
    Seelische Anspannung, besonders wenn es sich um langanhaltenden Streß handelt, kann mitunter den Hautzustand verschlechtern. Dies läßt sich immer wieder vor Prüfungssituationen beobachten, wo die Akne dann richtig "aufblüht".

  • Die Antibabypille
    Die Pille, die man zur reinen Empfaengnisverhütung verschrieben bekommt, hat eventuell einen Einfluß auf Akne. Sie kann eine Akne bessern. In einigen Fällen tritt aber auch eine Verschlechterung der Akne auf. Dann sollte Rücksprache mit dem Arzt genommen.

  • Sex
    Was den vielfach behaupteten Zusammenhang zwischen Sex und Akne anbelangt, kannst man völlig unbesorgt sein. Sexuelle Aktivitaet hat überhaupt keinen Einfluss auf die Akne.
 

Behandlung: Klicken Sie hier

 

   

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