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Dermatologie
 

Kopfläuse - keine Schande, aber ein lästiges Problem

 

Kopflause Kopflaus von vorne

Die Meldung kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Kopfläuse gehen in der Schule um! Anfänglich sind die Turbulenzen noch erträglich, doch spätestens wenn sich die kleinen Tierchen auf jedem Kopf der Schulkinder eingenistet haben, braut sich ein schwerer Sturm zusammen. In den betroffenen Familien herrscht eine Ausnahmesituation. Ratschläge und Verleumdungen prasseln auf sie nieder, doch die nützen wenig. Apotheken oder Drogerien werden auf der Suche nach den besten "Laus-Killer" gestürmt. Köpfe werden shamponiert, Haushalte von oben bis unten gereinigt und Säcke voller Stofftiere für Wochen evakuiert.

Obwohl es sich hier nach den Erkältungskrankheiten um die zweithäufigste Ansteckungsgefahr im Kindesalter handelt, weiss kaum einer über den Kopflausbefall richtig Bescheid. Stattdessen beherrschen Unwissenheit und Mythen das Feld. Kopflausbefall ist kein „medizinisches“ Problem. Ein Befall führt ausser zu unangenehmen Juckreiz kaum zu gravierenden Komplikationen und es werden dabei keinerlei Krankheiten übertragen. Zur Tabuisierung des Themas trägt auch bei, dass ein Befall oft als peinlich empfunden und gerne verschwiegen wird.

Kopfläuse bekommen kann jeder, aber nur wer über die richtigen Methoden der Diagnose und Behandlung Bescheid weiss, ist sie schneller wieder los!

Die Nisse!

Die weisslichen Lauseier - im Volksmund Nissen - haben die Grosse eines Sandkorns und werden gerne mit Schuppen verwechselt. Sie werden von den Lausweibchen an den Ansatz einzelner Haare geklebt. Einzelne Nissen im Haar werden oft übersehen; erst wenn mehrere beieinander in den Haaren kleben, übersieht man sie kaum noch. In vielen Fällen kleben sie vermehrt in den Haaren hinter den Ohren oder im Nacken; man findet sie aber auch im ganzen Kopfhaar.

Die Kopflaus!

Nach 7-10 Tagen schlüpfen aus den Eiern Lauslarven, sogenannte Nymphen. Sie sehen gleich aus wie erwachsene Läuse, nur kleiner. Die Nymphe häutet sich in 3 Stadien und wächst so innert 7-10 Tagen zur geschlechtsreifen, erwachsenen Laus heran. Geschlechtsreife Läuse paaren sich bereits binnen Stunden nach der letzten Häutung. Das Weibchen beginnt anschliessend mit der Eiablage; bis zu 10 pro Tag, um 100 Eier während ihres rund 30-tägigen Lebens. Eine erwachsene Kopflaus hat die Grösse eines Sesamsamens, also ca. 2-3 mm, und ist je nach Ernährungszustand transparent (= nüchtern) bis braun (= satt). Sie hat sechs Beine mit Greifklauen für ein geschicktes Turnen im Kopfhaar. Auf ihrem Kopf sitzen zwei Fühler und als Mund hat sie einen speziellen Saugapparat mit Stechrüssel, mit dem sie sich ausschliesslich von menschlichem Blut ernährt.

Häufig finden sich in den Haaren nur etwa 10 Kopfläuse, die sich auch noch sehr geschickt tarnen. Da sich Läuse vom Licht wegbewegen, ist es schwierig, sie in den Haaren zu entdecken. Kopfläuse können weder hüpfen, springen noch fliegen.

Woher kommt die Laus?

Läuse gab es schon immer! Sogar in ägyptischen Gräbern fand man mumifizierte Läuse und Nissen und in archäologischen Grabungsstätten in Israel fand man aus dem Jahre 100 v.Chr. stammende Haarkämme, die verschiedene Entwicklungsstadien von Läusen enthielten.

Heutzutage ist Kopflausbefall weltweit verbreitet - sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern. In allen Alterstufen und sozialen Schichten. Die von Läusen bevorzugten Altersgruppen sind 5 bis 12 jährige Kinder und meistens auch deren Eltern und Geschwister Der nahe Kontakt scheint ein wichtiger Faktor für die Übertragung zu sein. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt; häufig auch durch ausgetauschte Kopfbedeckungen, Haarkämme oder andere Gegenstände. Studien haben gezeigt, dass die Laus kein Risiko eingeht, „ihren“ Kopf freiwillig zu verlassen. Denn ausserhalb vom Kopfhaar, ohne menschliches Blut, ist sie nach spätestens 2 Tagen gestorben! Es ist deshalb nicht mehr nötig, dass Sie täglich die Bettwäsche waschen oder Plüsch- und Kuscheltiere für 24 Stunden in denTiefkühler legen. Benutzte, waschbare Sachen können - wenn nötig - einmal bei 60 °C gewaschen werden. Alles andere kann mit dem Staubsauer gereinigt oder während 2Tagen nicht benutzt werden.

Kämme, Bürsten und andere Haarutensilien können während 10 Min. in heisses (nicht siedendes) Wasser gelegt werden. Lange Haare sollten während eines Lausbefalls zusammengebunden werden.

Betreiben Sie keinen grossen Aufwand! Wir empfehlen Ihnen, sich vollumfänglich auf den Kopf (das Kopfhaar) zu konzentrieren und nicht auf die Umgebung! Nützen Sie die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit für die Kontrolle des Kopfes und das Entfernen der Nissen. Es ist wichtig, dass alle Nissen entfernt werden;dies garantiert eine komplette Behandlung.

Kontrollieren Sie allerdings regelmässig die Köpfe Ihrer Lieben, hier ist ein regelmässiger Aufwand gegeben.

Resultat der Kontrolle:

  • Sie haben eine Laus oder mehr gefunden: eine komplette Behandlung ist angebracht. Kämmen Sie in jedem Fall 2-mal wöchentlich nach der Methode mit Lauskamm und Haarspülung, dadurch unterbrechen Sie den Lebenszyklus der Läuse, kontrollieren die Wirkung von eventuell anderen Behandlungen, erwischen auch eventuell wieder frisch übertragene Läuse
  • Sie haben nur Nissen gefunden und keine Läuse: kontrollieren Sie weiterhin 2mal wöchentlich. Eine Behandlung mit einem Lausmittel ist in diesem Fall nicht angebracht.
    Eine Entfernung der Nissen ist nicht nötig und geschieht eher aus ästhetischen Gründen. Sollen Nissen trotzdem entfernt werden, so geht dies am besten mit einem guten Nissenkamm im nassen und mit normaler Haarspülung eingeschmiertem Haar oder Essigwasser (1 Teil Wasser lauwarm 1 Teil Essig).
  • Sie haben gar nichts gefunden schön: Bleiben Sie trotzdem aufmerksam und wiederholen Sie die Kontrollen.
   

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