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Dermatologie
 

Hauttumoren

Tumoren der Haut sind weit gestreutes Gebiet. Es gehören dazu nicht nur die bösartigen Hautkrebse sondern auch die vielfältigen gutartigen Hauttumoren die von allen Zell- und Gewebearten, welche in der Haut vorkommen, abstammen können (Siehe auch Anatomie der Haut).

Aufbau der Haut

  • Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie bietet einen Schutz vor äußeren Einflüssen und ist an Temperaturregulation und Krankheitsabwehrbeteiligt.
  • Die vergleichsweise dünne Oberhaut (Epidermis) ist ein komplexer Zellverband, der neben den übereinandergelagerten Epidermiszellen (Basalzellen, Stachelzellen, Hornzellen) auch die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) und enthält.
  • Die Lederhaut (Corium) ist mit der Oberhaut über unzählige Zapfen verbunden (Analogie = zwei ineindander gesteckte Bürsten). Sie besteht aus Bindegewebsfasem und Blut- und Lymphgefäßnetzen. Hier liegen auch die Hautanhangsgebilde (Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen) und zahlreiche Nervenfasern zur Tast- und Vibrationswahrnehmung.
  • Das Unterhautfettgewebe (Subcutis) besteht aus Bindegewebe und Fettzellen.

So besteht die Haut unter anderem aus:

  • Nervenzellen
  • Blutgefässzellen
  • Blutzellen (Weisse und rote Blutkörperchen)
  • Muskelzellen
  • Talgrüsenzellen, Schweissdrüsenzellen, Haarbalgzellen
  • Bindegewebszellen

Entsprechen vielfältig können auch die verschiedenen Typen von bösartigen oder gutartigen Hauttumoren sein.

Gutartige (unvollständige Beispieliste):

  • Naevi (Naevuszell-)
  • Gefässnaevi (Hämangiome)
  • Seborrh. Warzen (Alters- oder Flachwarzen)
  • Fibrome
  • Lipome
  • Histiozyiome
  • Tumoren der Anhangsgebilde

Praecancerosen:

  • Praecancerosen im e. S. (aktinische Keratosen, solare Keratosen)
  • Senile Hyperkeratosen
  • Melanotische Praecancerosen

Was ist eigentlich Krebs?

  • Krebs ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Geschwulsterkrankungen, die einen lebensbedrohlichen Verlauf   nehmen   können.
  • Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass Zellen anfangen, sich übermäßig zu vermehren. Normalerweise befinden sich die Körperzellen in einem strukturierten Verband mit ganz bestimmten Aufgaben. Ihr Wachstum ist genau auf die Erfordernisse des Organs, dessen Bestandteil sie sind, abgestimmt. Die Mechanismen, die dies regulieren, können versagen, so dass die Zellen sich übermäßig vermehren und ihre eigentlichen Aufgaben vernachlässigen.
  • Dann zerstören sie durch ihr rücksichtsloses Wachstum das umliegende Gewebe und gelangen schließlich in Blut- und Lymphgefäße. Auf diesem Wege können die Krebszellen den ganzen Körper besiedeln und Tochtergeschwülste bilden (Metastasierung).

Das Basalzellkarzinom (Basaliom)

Der Basalzellkrebs (= Basaliom) ist der häufigste Krebs des Menschen. Er ist insofern eine Besonderheit, als er zwar umgebendes Gewebe zerstört (z.B. Nasenskelett), aber so gut wie nie Absiedelungen im Körper (Metastasen) bildet. Er tritt vorwiegend im Gesicht auf, und es erkranken zunehmend jüngere Patienten.

Das Stachelzellkarzinom (Spinaliom)

Der Stachelzellkrebs ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor in Mitteleuropa. Er entsteht aus Vorstufen die sich bei lebenslanger Sonnenlichtexposition ausbilden und kann über die Lymphbahnen metastasieren. Er bevorzugt die "Sonnenterassen" des Körpers, wie z.B. die Lippe. Zusätzlich kann seine Entstehung auch durch den langjährigen Kontakt mit Teer (Zigarretten, berufliche Exposition) begünstigt werden.

Der schwarze Hautkrebs (Melanom)

  • Der schwarze Hautkrebs (Melanom), ist früh erkannt heil­bar. Im fortgeschrittenen Stadium sind die therapeutischen Möglichkeiten jedoch begrenzt, so dass die Erkrankung einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann. Das Melanom ist für den Großteil der Hautkrebs-Todesfälle ver­antwortlich. Es nimmt weltweit zu und betrifft ebenfalls jüngere Patienten.
  • Das Melanom muss von den bei weitem häufigeren gutarti­gen pigmentierten Hauttumoren unterschieden werden. Die Einordnung vollzieht der erfahrene Facharzt aus der klini­schen Untersuchung und der Auflichtmikroskopie. Bei Verdacht auf ein Melanom wird operativ Gewebe entnom­men und histologisch untersucht

Andere Hauttumore

  • Hautkrebs hat viele Gesichter. Harmlose Veränderungen der Haut können einen Hautkrebs vortäuschen, andererseits kann Hautkrebs in seinen verschiedenen Varianten harmlos aussehen und z.B. getarnt unter dem Bild einer Warze unerkannt wachsen. Im Unterschied zu den bösartigen Tumoren innerer Organe ist aber Hautkrebs bereits in frühen Stadien erfassbar, und damit sind die Behandlungsmöglichkeiten besonders gut.
  • Im Prinzip können sich aus all den verschiedenen Zellen sämtlicher Hautschichten embryonal vorprogrammierte gutartige Fehlbildungen (oft schon bei Geburt vorhanden), später auftretende harmlose Neubildungen und ferner auch bösartige Geschwulste entwickeln. Glücklicherweise überwiegen an der Haut die gutartigen Veränderungen, und der überwiegende Teil kleiner "Hautfehler" stellt allenfalls ein kosmetisches Problem dar.
  • Beispiele für gutartige Fehlbildungen sind die bei Geburt vor­handenen Feuermale aus den Gefäßzellen der Haut oder die sog. Leberflecken aus den pigmentbildenden Melanozyten. Unter den später im Leben auftretenden harmlosen Neubildungen sind die "Alterswarzen" aus den Oberhautzellen besonders häufig, aber auch kleine Gefäßknötchen oder die ebenfalls gutartigen Fettgewebsgeschwulste (Lipome) aus den Zellen der Subkutis.
  • Beispiele für seltenere bösartige Tumore der Haut sind die verschiedenen Sarkome aus den Zellen der Lederhaut (z.B. Kaposi-Sarkom aus den Gefäßzellen) sowie die Lymphome aus den Zellen des Immunsystems, die nicht nur in Lymphknoten oder im Körperinneren sondern auch aus den Abwehrzellen der Haut entstehen können und an der Körperoberfläche bereits in Vorstufen  erkennbar  sind.
  • In allen Zweifelsfällen empfiehlt sich lieber einmal eine Gewebeprobe (Hautbiopsie), anhand derer man durch eine feingewebliche Untersuchung (Histologie) die Diagnose stellen kann. In den meisten Fällen lässt sich hierdurch ein Hautkrebs eher ausschliessen. Sollte er sich aber bestätigen, hat man bei früher  Diagnosestellung  beste Chancen für eine Heilung.

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Der Basalzellkrebs (Basaliom)

Entstehung

Der Basalzellkrebs ( = Basalzellkarzinom, Basaliom) ensteht aus den Basalzellen (s. Schemazeichung). Diese finden sich als unterste Zellschicht der Oberhaut entlang der Grenze zur bindegewebigen Lederhaut und setzen sich im Bereich der Hautanhangsgebilden (Haarfollikel) dochtartig in die Tiefe fort. Sie haben die Fähigkeit, sich ständig zu teilen und damit die Oberhaut immer wieder zu erneuern. So lie­fern sie Nachschub für die nach oben wandernden Stachelzellen, die schließlich in die Hornschicht nach außen übergehen und abgeschilfert werden. Bei entsprechender genetischer Veranlagung und Hauttyp kann im Zusammenhang mit schädigenden Einflüssen auf die Erbsubstanz in den Zellkernen die Kontrolle über die geordneten Teilungs- und Selbsterneuerungsprogramme verloren gehen und sich ein Basalzellkarzinom entwickeln. Schädigend wirkt z.B. ultraviolettes Licht im Rahmen wiederholter Sonnenbrände.

Vorkommen und Häufigkeit

Der Basalzellkrebs ist daher vor allem in sonnengeschädigter Haut der hellhäutigen Bevölkerung anzutreffen und auf­grund unserer Freizeit- und Lebensgewohnheiten weltweit in Zunahme begriffen. Er ist sogar der häufigste Krebs des Menschen überhaupt und etwa 10 mal häufiger als der schwarze Hautkrebs ( = Melanom). Basalzellkarzinome tre­ten vorwiegend in der Gesichtshaut auf, und es erkranken zunehmend auch jüngere Menschen.

Klinische Formen

Dieser Tumor wächst in verschiedenen klinischen Varianten, die z.T. schwierig von harmlosen Veränderungen (z.B. fla­che Narben, knötchenartige Talgdrüsenwucherungen) abzugrenzen   sind.
Allen Wuchsformen ist gemeinsam, dass sie in der Regel keine Absiedelungen (Metastasen) bilden, wohl aber die umliegenden Haut- und Gewebestrukturen zerstören kön­nen (z.B. Nasengerüst, Augenlider, Oberlippe). Bei Verdacht auf diesen Tumor wird eine kleine Gewebeprobe entnommen. Die feingewebliche Untersuchung (Histologie) dient nicht nur der Diagnosestellung, sondern gibt auch Auskunft im Hinblick auf die Art des Basalioms und die Tiefenausdehnung und liefert somit eine Grundlage für die im Einzelfall sinnvolle Behandlung.

Therapeutische Möglichkeiten

Für die verschiedenen Typen dieses Tumors stehen je nach individueller Wuchsform, Größe, Tiefenausdehnung und Lokalisation unterschiedliche nicht-operative (konservative) und operative Techniken als wirksame Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Konservative Techniken

Bei sehr oberflächlichen Frühstadien kann bereits eine Vereisungsbehandlung helfen. Eine elegante und schonende Möglichkeit bietet heute auch die photodynamische Therapie, insbesondere bei Auftreten mehrerer Tumore und der Behandlungsnotwendigkeit größerer Areale. Ebenso besteht die Möglichkeit der örtlichen Auftragung neuerer Immunmodulatoren, die eine körpereigene Abwehr der Tumore  auslösen   können.
In nicht operablen Fällen kann auch eine Röntgenbestrahlung dieser Hauttumore in Betracht gezogen werden.

Operative Techniken

Das Abschaben (Kürettage) mit speziellen Instrumenten kommt bei sehr oberflächlich gelegenen kleineren und flacheren Tumorformen in Betracht, wie sie vornehmlich an der Rumpfhaut auftreten. Die enstehende Wunde heilt wie eine Abschürfung  von  selbst.
Bei fortgeschrittenen und tieferreichenden Basalzellkarzinomen wird meist eine operative Entfernung mit dem Skalpell erforderlich. Hierbei ist die histologische Kontrolle des entfernten Gewebes auf Vollständigkeit der Tumorbeseitigung zu allen Seiten und zur Tiefe hin wichtig. Bei größeren Tumoren kann dies im Rahmen einer soge­nannten mikroskopisch kontrollierten Chirurgie auch in mehreren operativen Schritten erfolgen, die eine größtmög­liche Sicherheit auf vollständige Tumorbeseitigung gewährleistet, andererseits so viel gesunde Haut in der Tumorumgebung  wie möglich verschont.

Nachsorge

Wichtig ist die regelmäßige Nachkontrolle der Haut und der angrenzenden Schleimhäute, da bei Hauttumorpatienten und solchen mit vorgeschädigter Haut mit einer erhöhten Neigung zu weiteren Entwicklung von Hautkrebs im Laufe des Lebens gerechnet werden muss.

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Stachelzellkrebs (Spinaliom)

Entstehung und Vorstufen

Der Stachelzellkrebs (=Spinaliom, Plattenepithelkarzinom) entsteht aus den Stachelzellen (Keratinozyten) der Oberhaut (Epidermis).

Diese gehen aus den sich ständig teilenden Zellen der Basalzellschicht hervor und bilden in ihrem weiteren Schicksal die nach außen wandernde und sich schließlich abschilfernde  Hornschicht.

Bei entsprechender genetischer Veranlagung und Hauttyp kann im Zusammenhang mit schädigenden Einflüssen auf die Erbsubstanz in den Zellkernen die Kontrolle über die geordneten Reifungs- und Zellteilungsprogramme verloren gehen. Schädigend wirkt in erster Linie übermäßig dosier¬tes ultraviolettes Licht im Rahmen wiederholter Sonnenbrände.

Noch Jahrzehnte später entwickeln sich als erste Zeichen für fehlgesteuerte Reifungsvorgänge der Oberhaut sogenannte aktinische Keratosen, die als umschriebene Verhornungsstörungen an der lichtgeschädigten Haut sicht-und  tastbar werden.

Aktinische Keratosen -mögliche Krebsvorstufen an den Sonnenterassen der Haut

Die wichtigsten Anzeichen für eine Neigung zu Oberhautkrebs sind umschriebene Verhornungsstörungen (aktinische Keratosen/carcinoma in situ) im Bereich chronisch sonnenexponierter Hautbezirke (z.B. Stirn). Aktinische Keratosen können bei langer Bestandsdauer  in ein Stachelzellkrebs  übergehen.

Analog können auch Lichtschäden an der Unterlippe auftreten, die sich mitunter zu einem Lippenkarzinom entwickeln.

Das Stachelzellkarzinom

Stachelzellkarzinome (Spinaliome) der Haut und der angrenzenden Übergangsschleimhäute sind nach den Basalzellkarzinomen (Basaliomen) die zweithäufigsten bösartigen Hauttumore in Mitteleuropa. Wie ihre Vorstufen bevorzugen sie die Sonnenterassen des Körpers (Handrücken, Unterlippe, Ohrmuschel, Stirn, Glatze).

In fortgeschrittenen Stadien können sie über die Blutbahn oder Lymphabflusswege in benachbarte Lymphknoten oder andere Organe absiedeln und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Klinisch fallen sie meist durch verhor¬nende, nicht heilende und langsam wachsende, derbe Knoten auf, die später oft noch mit Krusten bedeckt sind. Anfangs können sie auch mit harmlosen Veränderungen verwechselt werden und so beispielsweise eine Warze vortäuschen.

Therapie der Krebsvorstufen (aktinische Keratosen)

Wichtig ist die Erkennung und Behandlung von Vorstufen, sodass sich erst gar kein gefährlicher Hautkrebs entwickeln kann. Zur Beseitigung der aktinischen Keratosen stehen heute verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die je nach Lokalisation und Ausdehnung des Befundes und Patientenwunsch individuell gewählt werden.

Operatives Abtragen

Das oberflächliche Abtragen bietet bei unklarem Befund oder bei Erstdiagnosestellung die Möglichkeit einer feingeweblichen Untersuchung.

Vereisungstherapie

Die Vereisungsbehandlung mit flüssigem Stickstoff ist eine einfach durchzuführende Möglichkeit, kleinere aktinische Keratosen wirksam zu beseitigen.

Photodynamische Therapie

Eine elegante und schonende Möglichkeit bietet heute auch die photodynamische Therapie, insbesondere bei Auftreten zahlreicher aktinischer Keratosen oder der Behandlungsnotwendigkeit großflächiger Areale.

Weitere Möglichkeiten

Hier ist das örtliche Auftragung neuerer Immunmodulatoren (Aldara ®) zu nennen, die eine körpereigene Abwehrreaktion gegen die Tumorvorstufen auslösen können.

Therapie des Stachelzellkrebses

Therapie der Wahl ist die vollständige operative Beseitigung des gesamten Stachelzellkrebses, um eine bestmögliche Heilungschance zu gewährleisten.

Nachsorge

Patienten mit Krebsvorstufen oder bereits entferntem Hautkrebs sollten regelmäßig nachkontrolliert werden, da ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung weiterer Hautkrebse oder Vorstufen entsteht. Wichtig ist auch ein lebenslanger Sonnenschutz durch geeignete Kleidung und das rechtzeitige Auftragen von Sonnenschutzmitteln, besonders an allen unbedeckten Körperstellen.

Mehr zum Thema: Melanom

 

 

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