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Allergologie
 

Allergie und Veranlagung: Prävention

Primäre Prävention (Risikokinder)

  • Schwangerschaft: Rauchverzicht
  • Stillzeit: 4-6 Monate (od. hypoallergene Milchpräparate), ausgewogene Ernährung (Mutter)
  • Beikost: nach 6. Monat, Vermeidung von allergenen Nahrungsmitteln bis nach 12. Monat
  • Rauchfreie Umgebung
  • Hausstaubmilbensanierung
  • Verzicht auf behaarte/gefiederte Haustiere
Atopiedisposition (Genotyp)

Sekundäre Prävention

  • Tabakrauchfreie Umgebung,
  • Verzicht aufbehaarte/gefiederte Haustiere
  • Hausstaubmilbensanierung/Encasings
  • Berufswahl: Vermeidung von Berufen mit grossem Risiko für Atopiker
  • Schulung, spezifische Immuntherapie
Sensibilisierung

Tertiäre Prävention

Antiasthmatika:

  • Reliever: Kurz wirksame ß-2-Sympathikomimetika und rasch wirksame Langzeit-ß-2-Sympathikomimetika (Formoterol), inhalative Anticholinergika, wasserlösliches Theophyllin, systemische Glukokortikoide
  • Controller: Cromone (DNCG, Nedocromil), vorzugsweise inhalative Glukokortikoide (ICS), Leukotrienantagonisten, lang wirksame ß-2-Sympathikomimetika, Retard-Theophyllin
Allergische Entzündung
Neurodermitis      Asthma      Heuschnupfen Allergische Erkrankung

Allergierisiko in Atopikerfamilien:

Heute entwickeln bereits etwa 25 - 30 % aller Kinder bis zum Eintritt der Pubertät eine Allergie. In sogenannten Atopikerfamilien ist die Zahl noch wesentlich höher: Bis zu 80 % dieser Kinder leiden unter Allergien. Kennt man die Häufigkeit atopischer Erkrankungen bei Familienmitgliedern 1. Grades -Vater, Mutter, Geschwister -, so lässt sich in etwa auch das spätere Allergierisiko des Neugeborenen vorhersagen. Zur Atopie-Belastung einer Familie müssen auch solche Allergien gezählt werden, die bei den Eltern während der Kindheit aufgetreten sind und im Erwachsenenalter nicht mehr akut vorhanden sind

Allergien bereits in der Familie? .
Die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs einer Allergie bei "Risiko-Kindern" steigt um so mehr, je weniger vorbeugende Massnahmen ergriffen werden.

Erfassung des Allergierisikos
Die sogenannte Familienanamnese gilt derzeit als beste Möglichkeit zur Erfassung des familiären Allergierisikos. Daneben gibt es noch weitere, allerdings weniger zuverlässige Vorhersagefaktoren. Das bekannteste Verfahren ist die Messung des Gesamt Immunglobulin E ([gE) im Nabelschnurblut eines Neugeborenen (Nabelschnurblut-IgE = NS-IgE). Immunglobuline sind im Blutplasma vorhandene Eiweisse, die als Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, gegen Allergene wirken. Mit dieser Methode wird festgestellt, ob sich das Baby bereits im Mutterleib mit Allergenen auseinandergesetzt hat.

Allergierisiko eines Neugeborenen in Abhängigkeit von der Atopiebelastung der Familie: Einflussfaktor erblicher Veranlagung

  • Beide Elternteile allergisch mit gleichen Symptomen: 60 - 80 %
  • Beide Elternteile allergisch: 40 - 60 %
  • Ein Elternteil allergisch: 20 - 40 %
  • Eines der Geschwister allergisch: 25 - 35 %
  • Kein allergisches Familienmitglied: 5 - 15 %

Hat mein werdendes Baby ein erhöhtes Allergierisiko?

Erfassung des Allergierisikos: Diese Frage sollten Sie sich so früh wie möglich, also bereits während der Schwangerschaft, stellen - und auch beantworten (lassen)!

Dabei ist wichtig, nicht nur an augenblicklich bestehende Allergien zu denken, sondern auch an zurückliegende. Denn: Atopische Erkrankungen können in der Kindheit auftreten und sich bei Erreichen der Pubertät wieder verlieren. Deshalb ist es am besten, Sie fragen auch Ihre eigenen Eltern und die Ihres Partners nach möglichen Allergien in Ihrer Kindheit.

Vergessen Sie bitte bei Ihrer "Fahndung" nicht, dass nicht jeder Schnupfen, Husten oder Hautausschlag eine Allergie sein muss Auf jeden Fall ist es ratsam, wenn Sie ihre Familienanamnese mit Ihrem Arzt - Dermatologen, Kinderarzt, Gynäkologen, Allergologen oder dem Hausarzt - evtl. unter Zuhilfenahme eines Fragebogen durchbesprechen. Mit Hilfe Ihrer Angaben können Sie zu einer möglichst genauen Aussage über das Allergierisiko Ihres Kindes kommen. 

Erhöhtes Risiko: Schon eine positiven Antwort auf die Frage nach allergischen Grunderkrankungen eines Familienmitgliedes bedeutet ein deutlich erhöhtes Allergierisiko für das Neugeborene. Aber: Auch Neugeborene ohne familiäre Allergiebelastung haben ein Allergierisiko von etwa 5 - 15 %, d. h. auch sie können später Allergien bekommen.

Kann man das erste Auftreten einer Allergie verhindern, verringern oder verzögern?

Durch vorbeugende Massnahmen können Sie tatsächlich erreichen, dass die sogenannte frühe Erstmanifestation einer Allergie gar nicht erst auftritt oder sich zumindest hinauszögern lässt. Dass dies nicht blosses Wunschdenken ist, haben die Ergebnisse mehrerer grossangelegter Untersuchungen übereinstimmend bewiesen: 50 % weniger Allergien in den ersten drei bis fünf Lebensjahren.

Bei etwa der Hälfte aller Kinder mit erheblich erhöhtem Allergierisiko kann ein Auftreten einer Allergie in den ersten drei bis fünf Lebensjahren verhindert werden. Dies trifft vor allem auf das atopische Ekzem (Neurodermitis /Atopische Dermatitis) zu, das auch in etwa 90 % aller Fälle die erste Erscheinungsform aller Allergien ist.

Obwohl kein hundertprozentiger Schutz gegeben ist, lässt sich dennoch mit relativ einfachen und dazu noch kostengünstigen Vorbeugemassnahmen, die für alle Kinderempfehlenswert sind, viel erreichen - weit mehr als man ursprünglich zu hoffen gewagt hatte.

Vorbeugemassnahmen:

Mit der nachfolgenden Tabelle können Sie sich einen Uberblick verschaffen, weiche wirksamen Vorbeugemassnahmen es gibt. In den folgenden Kapiteln werden dann alle Massnahmen noch einmal im einzelnen vorgestellt und erläutert. Praktische Empfehlungen zur Allergieprävention für Neugeborene ausAllergikerfamilien. Zusammenfassung aus der Stellungnahme des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses der EU Kommission (SCF, 1991 ), der Ernährungskommission der Europäischen Gesellschaftfür Padiatrische Gastroenterologie und Ernährung (ESPGAN, 1993), der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaftfür Kinderheilkunde (1996), sowie aus Veröffentlichungen von Zeiger (1990 und 1995), Koletzko und Schmidt (1991), Wahn (1992), Chandra (1997) sowie Vandenplas und Zeiger (1995).

Ernährungstips bei Neugeborenen

Entbindungsklinik- Wie sollte das Kind in den ersten Lebenstagen ernährt werden

Allergenarme Nahrung bezeichnet man mit dem Fachwort "hypoallergen".Das ideale Nahrungseiweiss für das Baby ist das mit der Muttermilch aufgenommene Eiweiss. Der Organismus des  Kindes reagiert auf dieses Eiweiss nicht allergisch, weil Muttermilcheiweisse als "körpereigen" angesehen werden und somit hypoallergen sind.  Muttermilch ist ausgesprochen allergenarm. 

Wenn irgend möglich, ausschliessliches Stillen während der ersten 4 - 6 Lebensmonate. Keine Zufütterung herkömmlicher Säuglingsnahrungen auf Kuhmilch- oder Sojabasis, auch nicht in der Entbindungsklinik.

Wenn vollständiges Stillen nicht möglich ist, so sollten nur geprüfte*, allergenarme, d.h. hypoallergene Säuglingsnahrungen gegeben werden.

Kein zu früher Beginn mit Beikost, d. h. nicht vor Ende des 4., besser 6. Monats. Vermeidung von hochallergenen Nahrungsmitteln wie frische Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, Tomaten, Zitrusfrüchte, Soja, Schokolade, Sellerie, Weizenmehl im ganzen 1. Lebensjahr.Erweiterung des Speiseplans noch Beikost-Beginn um jeweils nur ein neues Lebensmittel pro Woche.

Keine spezielle Diät während der Schwangerschaft und Stillzeit. Ausgewogene, vitaminreiche Kost.

Bei Allergie der Mutter selbst eventuell Reduktion bekannter Nahrungsmittelallergene während der Stillzeit (Kuhmilch, Eier, Fisch, Zitrusfrüchte, Soja, Nüsse, Schokolade).

Als Nahrungsergänzung: 1 g Calcium pro Tag.

Wichtig: Eine strenge Diät sollte nur unter ärztlicher und diätetischer Betreuung durchgeführt werden

Weitere Faktoren:

Vor und nach der Geburt für eine Umgebung ohne Tabakrauch sorgen.

Frühen Kontakt mit Tierhaaren vermeiden: Haustiere, Rosshaarmatratzen, Federbetten, Felltiere, Schaffelle, Kamelhaardecken etc. sowie daraus gefertigte Kleidung. Empfehlenswert: Baumwollkleidung, die vor dem ersten Tragen gewaschen wurde.

Massnahmen, die die Lebensbedingungen von Hausstaubmilben verschlechtern: Kühle und trockene Räume Regelmässiges Lüften Milben-undurchlüssige Matratzenüberzüge oder bei 90 'C waschbare Bettbezüge Vermeidung von "Staubfängern" wie schwere Übergardinen, Topfpflanzen, Polstermöbel, offene Regale Kurzflorige Teppiche oder Teppichböden - In Gegenwart des Kindes nicht den Staubsauger betätigen. - Bei Luftreinigern und Staubsaugern auf qualitativ zertifizierte Filterleistung achten.

Regelmässige Wartung von Klimaanlagen und Luftbefeuchtern, da diese leicht von Schimmelpilzen befallen werden. Regelmässiges Lüften (siehe Hausstaubmilben) Auf Topfpflanzen in Blumenerde verzichten, besser ist Hydrokultur. Feuchtigkeitsflecken gleich beseitigen.

Vermeidung von frühzeitigem Kontakt mit Blütenpollen von Gräsern, Haselnusssträuchern, Getreide, Birken. Bei starkem Pollenflug ab frühmorgens die Fenster geschlossen halten. Die Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen.

Im Säuglings- und Kleinkindalter keine Ohrlöcher stechen lassen. Gefahr einer Nickelallergie! Im ersten Lebenshalbjahr zu häufigen Kontakt zu andere Kindern wegen Infektionsgefahr meiden. Abstand zu erkälteten Erwachsenen, denn Infektionen erleichtern die Allergisierung. Keine milcheiweisshaltigen Baby-Pflege-Böder! Keine Baby-Pflegeprodukte mit vielen Duftnoten.

Die richtige Ernährung nimmt bei der Allergie-Vorsorge einen bedeutenden Stellenwert ein. Während der Stillzeit kann es bei einer Allergie der Mutter selbst sinnvoll sein, wenn sie Lebensmittel von ihrem Einkaufszettel streicht, die bekannterweise aggressive Nahrungsmitteiallergene enthalten. Bei der schrittweisen Einführung von Beikost beim Kind Sollte generell auf Nahrungsmittel verzichtet werden, deren hohe ollergene Potenz bekannt ist. Wichtig ist jedoch eine ausgewogene, vitamin- und mineraistoffreiche Ernährung von Mutter und Kind während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und im Kleinkindalter. Besonders bei einer Diät der Mutter (Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel) sollte immer eine gute Ernährungsberatung begleitend sein, um eine ausgewogenen Ernährung zu gewährleisten. Bei Verzicht auf Kuhmilch z. B. calciumreiches Mineralwasser trinken und ca. 1 g Calciumpro Tag supplementieren (Brausetabletten). Allergie-Vorsorge durch die richtige Ernährung von Mutter und Kind

Schwangerschaft: Wie sieht Allergie -Vorsorge vor der Geburt aus?

Eine Diät ist nicht Für die Einhaltung einer bestimmten Diät während der erforderlich! Schwangerschaft besteht keine Veranlassung. Diese Empfehlung beruht auf den Ergebnissen mehrerer Studien, in denen sich bei keiner Diätform ein positiver Effektherausstellte.

Auch wenn es vielleicht ein wenig schwerfällt: Verzichten Sie bitte Ihrem Baby zuliebe auf das Rauchen und generell auch auf alkoholische Getränke!

Genussmittel wie Alkohol und Nikotin haben zwar weniger mit Allergieprävention zu tun - sie schaden aber Ihrem Kind!

Vitamin und mineralstoffreiche Kost

Achten Sie darauf, dass Ihr Speiseplan möglichst abwechslungsreich ist und viel frisches Obst und Gemüse enthält. Damit werden Sie dem erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf während der Schwangerschaft gerecht. Spezielle Broschüren, dieverschiedene Institutionen desGesundheitsbereiches - wie z. B. das Bundesgesundheitsministerium, das BgVV (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder auch örtliche Krankenkassen - anbieten, können Sie bei der richtigen Zusammensetzung Ihrer Kost unterstützen (siehe Adressen im Anhang).

Ausstattung Kinderzimmer zum Schutz vor Hausstaubmilben

Richten Sie das Kinderzimmer so ein, dass es möglichst frei  von Materialien tierischen Ursprungs ist. Dies betrifft beispielsweise das Bett (Rosshaarmatratze!), die restliche Möblierung und natürlich auch den Fussboden: kurzfloriger Teppichboden, Parkett oder auch Linoleum sind langflorigen Teppichen vorzuziehen. Günstig wirken sich Fussbodenheizungen auf das Raumklima aus, da sie den Boden trocken halten und damit die Lebensbedingungen der Milben drastisch verschlechtern! Teppiche und Teppichböden können mit sogenannten acariziden (Milben-abtötenden) Mitteln gereinigt werden. Die Reinigung sollte jedoch nicht von den allergischen Personen selbst vorgenommen werden. Matratzen, die älter als 8 Jahre sind, sollten in jedem Fall gegen neue Matratzen ausgetauscht werden. In den letzten Jahren haben sich auch die auf dem Markt erhältlichen speziellen Milben-abweisenden bzw. -dichten Matratzenüberzüge bewährt. Sie reduzieren die Milbenkonzentrationen, mit denen die Patienten in Kontakt kommen, drastisch und führen bei den bereits erkrankten Betroffenen zu einer Besserung der Symptome. Die Matratzen werden mit diesen Überzügen, die auch waschbar bzw. abwaschbar sind, umhüllt, wodurch die in den Matratzen befindlichen Milben und Milbenallergene (Kot) nicht mehr nach aussen dringen können. Matratzenüberzüge, sogenannte "Encasings und kochfeste Bettwäsche. Auch Polstermöbel müssen regelmässig gesäubert werden. Ledergarnitur statt Polstermöbel, Ledergarnituren enthalten keine Milben, Plüschtiere in das Tiefkühlfach. Plüschtiere werden nach einigen Stunden im Tiefkühlfach wieder milbenfrei!

Oberbett und Kopfkissen sollten bei 95 °C waschbar sein. Sind sie bei dieser Temperatur nicht waschbar, müssen sie zumindest bei 60 °C eine Stunde lang gewaschen werden, um die Milben abzutöten. Im Fachhandel gibt es inzwischen auch entsprechende milbendichte Bettwäsche.

Weitere Tips gegen Schimmelpilze:
Richtiges Lüften vermeidet Wachstum von Schimmelpilzen
Nur aktiv lüften, wenn ein Zimmer auch benutzt wird.
Lüftungsdauer der Witterung anpassen, d. h. je kälter es draussen ist, desto kürzer lüften.
Lüftung immer mit weit geöffnetem Fenster (sog. Stossbelüftung). Im Winter alle 2 Stunden für ca. 4 Minuten.

Haustiere 1. Lebensjahr.

Warten Sie mit der Anschaffung eines Haustieres zumindest, bis Ihr Kind ein Jahr alt ist.

Haben Sie jedoch bereits Hund oder Katze oder auch ein anderes "Felltier", halten Sie es im 1 . Lebensjahr Ihres Kindes "auf Abstand". Auch wenn es schwerfällt, sollten Ihr Baby und möglichst auch die Mutter selbst keinen engen Kontakt mit dem Haustier haben. Dies gilt allein schon wegen der Ansteckungs- oder Infektionsgefahr, die insbesondere von nicht ausschliesslich im Haus gehaltenen Katzen droht. Besonders hoch ist die Allergisierungsrate bei echten "Spielmäusen" und "Spielratten"!

Bei Tieren: Schaffen Sie für Ihr Kind ein Tierhaar-freies Zimmer, das für Ihr Haustier absolut tabu ist. Es ist auch sinnvoll, das jeweilige Haustier regelmässig (nach dem Kämmen) mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Nach der Geburt

Energiezufuhr ohne Fremdeiweiss-Allergene in den ersten drei Lebenstagen

Es ist völlig normal, wenn in den ersten Tagen nach der Entbindung nur sehr wenig Milch gebildet wird. Diese sogenannte Vormilch, auch Kolostrum genannt, ist aber ganz besonders wertvoll, weil sie reich an Schutzfaktoren ist, die das neugeborene Kind vor Infektionen schützt. Kräftige Milchbildung setzt in der Regel erst zwischen dem 3. und 6. Tag ein. Um in der Überbrückungsphase bis zum sogenannenten Einschiessen der Milch ggf. den entstehenden Energie-, vor allem aber den Flüssigkeitsmangel in den ersten zwei bis drei Lebenstagen auszugleichen, sind sogenannte Maltodextrinlösungen am besten geeignet, da sie zwar Energie aber kein Eiweiss enthalten!

Lehnen Sie es unbedingt ab, wenn Ihrem Kind Säuglingsnahrung auf Kuhmilch- oder auch Sojabasis zugefüttert werden soll. Auf manchen Entbindungsstationen ist dies vor allem in der Nacht noch üblich.

Es gibt Fälle, die bereits früher eine Zufütterung erfordern:

• Wenn das Baby mehr als 5 % seines Geburtsgewichts verliert.
• Wenn es bereits untergewichtig zur Welt gekommen ist.

Faustregel für Zufütterung:

Ein Neugeborenes sollte am dritten, spätestens vierten Lebenstag zusätzlich Säuglingsnahrung bekommen, allerdings nur wenn die Muttermilch dann noch nicht ausreicht.  Achten Sie bitte bei einer notwendigen Zufütterung unbedingt darauf, dass Ihr Baby hypoallergene, d. h. allergenarme Säuglingsnahrung bekommt. Diese Säuglingsnahrung wird mit dem Kürzel "H.A." bezeichnet.

Bei der Herstellung dieser H.A.-Nahrungen wird das aus Kuhmilch gewonnene Eiweiss aufgespalten, wodurch es ähnlich allergenarm wie Muttermilch wird. Auch Muttermilch enthält noch Spuren von fremden Eiweissallergenen, die durch die Ernährung der Mutter in ihre Milch gelangen. Mit den H.A.-Nahrungen ist es möglich, Ihr Baby sowohl vollwertig als auch allergenarm zu ernähren, bis die Muttermilch ausreicht.

Und noch etwas Wichtiges:

Vergewissern Sie sich, dass auf jeden Fall nur eine derjenigen hypoallergenen Nahrungen verwendet wird, die noch den Anforderungen der Fachausschüsse des SCF* und der ESPGAN** geprüft und akzeptiert wurde.

Daneben sollte die Nahrung den europäischen Anforderungen an Säuglingsanfangsnahrungen genügen, welche in der EU-Säuglingsnahrungsrichtlinie*** festgelegt und mittlerweile auch in die deutsche Gesetzgebung aufgenommen wurden.

  • * SCF = Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (Scientific committee on food)
  • ** ESPGAN = Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (European society of pediatric gastroenterology and nutrition)
  • *** Europäische Richtlinie für Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen, Ergänzungvom 16.2.1996 mitÜbertragung in die deutsche Diät-Verordnung zum 3 1.3.1997. Mit der Ergänzung der europäischen Richtlinie sind allergenarme (hypoollergene) Säuglingsnahrungen zurAllergieprävention integriert. Diese müssen auf ihre Eignung in klinischen Studien mit Erfolg geprüft sein. 

 

 

Praktische Tipps bei Heuschnupfen

  • Waschen Sie sich vor dem Zu-Bett-Gehen täglich die Haare, um Pollen zu entfernen s> Wechseln Sie möglichst oft die Bettwäsche
  • Da Pollen auch in der Kleidung haften, sollten Sie sich nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Geben Sie die im Freien getragene Kleidung gleich in die Wäsche
  • Saugen Sie täglich Staub; es entfernt Pollen von Teppichen und Möbeln, wenn möglich mit einem Staubsauger mit Mikrofilter
  • Wischen Sie Küche und Tische häufig mit einem feuchten Tuch ab
  • Vermeiden Sie Sport im Freien
  • Tragen Sie immer eine Sonnenbrille
  • Achten Sie auf die Pollenvorhersage (Tageszeitungen, Radio, Telefonservice) bzw. einen Pollenflugkalender: bei Pollenflug der entsprechenden Pflanzen möglichst im Haus bleiben.
  • Fahren Sie während der Heuschnupfen-Hochsaison in den Urlaub: Meer und Hochgebirge sind nahezu pollenfreie Zonen

Hausstaubsanierungsmassnahmen Empfehlungen gem Fr. Dr. med. C Pichler, AHA Broschüre)

Folgende vier wichtige Regeln sollten eingehalten werden:

1. Wohnung

  • Während der Heizperiode eine relative Luftfeuchtigkeit nicht über 50%
  • die Raumtemperatur im Schlafzimmer nicht über 18 °C, im Wohnzimmer 19-21 °C.
  • Alle Räume regelmassig kurz lüften - besonders bei kaltem Wetter.
  • Keine Grünpflanzen im Schlafzimmer.
  • Keine Haustiere in der Wohnung

2. Bett

  • Milbenallergendichte Matratzenüberzüge verwenden.
  • Für Kissen und Duvets milbenallergendichte Überzüge verwenden oder waschbare Kissen und Duvets regelmässig bei 60 ° C waschen und gut trocknen.

3. Putzen

  • Staubfänger (wie Wandbehänge, schwere Gardinen, nicht waschbare Stofftiere) entfernen. Optimal sind Böden, die man feucht reinigen kann (Parkett. Linoleum).
  • Staubwischen mit einem feuchten Tuch.

4. Ferien

  • Orte über 1200 m ü. M. sind wegen der trockenen, kalten Luft milbenarm. Ferien im Gebirge sind deshalb empfehlenswert.

 

Weitere Allergenkarenzmassnahmen bei allergischem Asthma.

Pollen

  • Outdoor-Aktivitäten an sonnigen windigen Tagen einschränken
  • Duschen und Haarewaschen nach Aufenthalt im Freien
  • Tesa-Protekt®-Gitter im Fensterrahmen beim Lüften
  • Elektrischen HEPA-Luftfilter in der Wohnung laufen lassen

Hausstaubmilbe

  • Milbendichte Matratzenhülle für alle Betten der Wohnung
  • Milbendichte Hülle für Kopfkissen und Duvet (alternativ synthetische Materialien, die alle 3 Monate bei 60 °C gewaschen werden)
  • Wöchentliches Waschen der Bettwäsche bei mindestens 60 °C Entfernung von Teppichen (stattdessen Parkett, Laminat oder Fliesen) Reduktion der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auf <50% Mit HEPA-Filter ausgerüsteten Staubsauger anschaffen Elektrischen HEPA-Luftfilter in der Wohnung laufen lassen

Schimmelpilzsporen

  • Auf Schimmelbefall an Aussenwänden achten bzw. Wände sanieren (Wandisolation aussen, da sonst der Taupunkt nach innen verlegt wird)
  • Keine Grünabfälle in der Wohnung aufbewahren Keine Komposthaltung im eigenen Garten Betroffene sollen nicht Rasen mähen

Tierepithelien

  • Haustiere bei entsprechender Sensibilisierung entfernen und Wohnung mit Dampfreiniger säubern
  • Nicht in Wohnung ziehen, in der zuvor eine Katze gehalten wurde
  • Ist es nicht realistisch, dass die Familie auf die Katze verzichten wird; wöchentliche Dusche der Katze, die auch nicht ins Zimmer des Patienten darf
  • Elektrischen HEPA-Luftfilter in der Wohnung laufen lassen

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